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Vor 100 Jahren

24. Juli 1917. Der Finsterwalder Altwarenhändler Max Niendorf und der dortige Glasermeister K. waren mit ihrem Rechtsstreit bis vor das Reichsgericht gekommen. Nun lag eine Entscheidung zugunsten des Glasers vor.

Dieser hatte auf einem öffentlichen Platz zwei Haufen mit Glasscherben angesammelt. Der Händler, in der Hoffnung, dass es sich um herrenloses Gut handele, transportierte die 25 bis 30 Zentner Glas ab und verkaufte die Scherben für 20 Pfennig pro Kilogramm. Das Gericht stellte jedoch fest, dass aus der Form der Haufen und dem Umstand, dass sie nach farbigem und weißem Glas sortiert waren, eindeutig erkennbar war, dass die Haufen einen Besitzer hatten.