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| 11:44 Uhr

Chronik
Vor 100 Jahren

29. Mai 1918. Um den Bedarf an Arbeitskleidung in kriegswichtigen Betrieben, der Landwirtschaft und der Eisenbahn zu decken, wurden die „wirtschaftlich besser gestellten Einwohner“ Ende Mai 1918 aufgefordert, ihre getragenen Anzüge abzugeben. Von Olaf Weber

Dazu gehörten auch Kombinationen aus hochgeschlossenen Joppen und Hosen. Bei der Abgabe der Kleidung erhielt man eine Bescheinigung, die bei zu erwartenden Sammlungen oder Beschlagnahmungen vorgewiesen werden konnten.

Wer dieser Aufforderung innerhalb von drei Wochen nachkam, erhielt zehn Prozent Aufschlag auf den Schätzpreis. Da die Arbeiter und Bauern schlecht in Fracks und Smokings arbeiten konnten, waren diese ausdrücklich ausgenommen.