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| 14:33 Uhr

Geschichte
Vor 100 Jahren

25. Januar 1918. Die Finsterwalder Polizeiverwaltung erließ an diesem Tag eine Anordnung, die das Abraupen sämtlicher Bäume und Sträucher bis Mitte März und bis in eine Höhe von mindestens sechs Metern verlangte. Die abgesuchten Eier und Nester von Schadinsekten sollten dann mit Hilfe von Feuer vernichtet werden. Verpflichtet waren dazu nicht nur die Eigentümer, sondern auch alle Pächter, Nutznießer und Verwalter von Grundstücken.

Einem Zeitungsartikel zufolge, der drei Tage später erschien, nahm es die Stadtverwaltung mit ihren eigenen Bäumen allerdings selbst nicht sehr genau. Auf einem Grundstück, an dem angeblich täglich um die 1000 Schulkinder vorbei liefen, waren im letzten Sommer die Obstbäume voller Raupennester geblieben.

(owr)