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Geschichte
Vor 100 Jahren

20. Dezember 1917.

Seit einem Jahr existierte in Finsterwalde eine Kriegsküche zur Versorgung der Ärmsten. Die als „bittere Kriegsnotwendigkeit“ bezeichnete Einrichtung sollte mit den wenigen vorhandenen Lebensmitteln und Brennstoffen möglichst sparsam umgehen. Zudem entlastete sie die zahlreichen Frauen, die inzwischen in der Kriegsproduktion tätig waren. Bereits in der ersten Woche ihrer Existenz waren an 218 Personen 1245 Portionen ausgegeben worden. Mit der allgemeinen Not stieg auch die Nachfrage, die im Februar 1917 mit fast 600 Mahlzeiten pro Tag ihren Höhepunkt erreichte. Insgesamt waren es zwischen dem 18. Dezember 1916 und dem selben Tag 1917 genau 105 506 Portionen, was einem Tagesschnitt von 288 entsprach.

(owr)