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| 18:27 Uhr

Chronik
Vor 100 Jahren in Finsterwalde

FOTO: Heike Lehmann
27. März 1919. An diesem Tag kam es in Finsterwalde zu einem Zwischenfall, der in seiner Art wohl schwerwiegender war, als die regionalen Geschehnisse im November 1918. Von Olaf Weber

Eine größere Gruppe Streikender entfernte zwei städtische Beamte aus ihrem Amt. Dem bisherigen Kämmerer L. wurden dabei Urkundenfälschung und falsche Buchungen vorgeworfen. Nach Aussagen des Abgeordneten Felgentrebe hatte er zudem Kriegerfrauen um erhebliche Teile ihrer Rente betrogen.

Der Vorfall führte zu erheblichen Auseinandersetzungen zwischen der bürgerlichen und der sozialdemokratischen Seite in der Stadt. Der Beamtenbund schrieb in seiner Anzeige von einem „Spalier der johlenden und schmähenden Menge“, die Gegenseite von einer Menge, die sich zurückgehalten habe.

Gleichzeitig liefen Gerüchte durch die Stadt, die von anrückenden Regierungstruppen sprachen.