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| 11:46 Uhr

Chronik
Vor 100 Jahren in Finsterwalde

13. Oktober 1918. Die Situation an der Westfront mit den in Richtung Reichsgrenze marschierenden Feinden ließ sich nicht völlig verheimlichen. Von Olaf Weber

Die offizielle Propaganda versuchte noch entgegenzuwirken. Der Niederlausitzer Anzeiger schrieb unter der Überschrift „Unsinnige Gerüchte“ von bezahlten und unbezahlten Miesmachern und von Kopfhängerei. Viele Menschen hofften auf einen baldigen Waffenstillstand. Dass das neue Reichskabinett, in dem erstmals auch Sozialdemokraten vertreten waren, inzwischen auf Verlangen des Militärs mit dem amerikanischen Präsidenten Wilson verhandelte, wurde geheim gehalten.