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| 11:08 Uhr

Chronik
Vor 100 Jahren in Finsterwalde

25. Juli 1918. Ein halbes Pfund Grütze und Kunsthonig – in der Zeit der Lebensmittelkarten war klar festgelegt, wie viel jedem gemeldeten Einwohner zustand.

Jeder in Finsterwalde gemeldete Einwohner verfügte über Lebensmittelkarten, die in viele Abschnitte unterteilt waren.

Im Niederlausitzer Anzeiger veröffentlichte der Magistrat Anzeigen unter der Überschrift Nährmittelverteilung, in denen genau nachzulesen war, was der Bürger konkret für bestimmte Abschnitte erhielt. In der kommenden Woche gab es zum Beispiel für die Nr. 14 ein halbes Pfund Grütze und für die Nr. 15 die gleiche Menge Kunsthonig, aber gleich verbunden mit der Ansage: „Der Kunsthonig muss für 2 Wo reichen.“

Für weitere Abschnitte erhielt man Suppenwürfel oder auch ein Viertel Pfund (125 Gramm) Kaffeeersatz.

(owr)