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| 10:23 Uhr

Chronik
Vor 100 Jahren in Finsterwalde

17. Juli 1918. Der Mangel an jeder Form tierischen Fettes führte zum Aufkommen verschiedener Ersatzstoffe zur Seifenproduktion. Der Vorschlag, Kartoffelkochwasser zum Wäschewaschen zu nutzen, dürfte nur wenige Frauen überzeugt haben. Von Olaf Weber

Nun wurde sogar Goethe als Fachmann für Seife herangezogen. In seinen italienischen Aufzeichnungen berichtete er, dass auf Sizilien die aus dem Stroh der Puffbohne gewonnene Asche zum Waschen benutzt wurde. Da die Italiener inzwischen zum Kriegsfeind geworden waren, zeigte sich selbst die Zeitung skeptisch. Sie schrieb von einem „dürftigen Abglanz von Reinheit, der den bescheidenen Bedürfnissen der Italiener genügt.“