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Chronik
Vor 100 Jahren in Finsterwalde

7. April 1918.

Der Niederlausitzer Anzeiger hatte vom erfolglosen Versuch einer Diebesbande berichtet, die den Drößiger Müller Gustav Lehmann heimgesucht hatte. Die Diebe hatten der Zeitung nun eine  Richtigstellung zukommen lassen: „Wir hatten in Erfahrung gebracht, daß der betreffende Mühlenbesitzer ein Schwein geschlachtet hatte.“ Deshalb wollten sie sich angeblich nur überzeugen, ob das Tier den üblichen Fleischbeschauerstempel aufwies. Sie beschuldigten den Müller also, seine Schweine illegal zu schlachten. Obwohl die Diebe gegen ihre Ehre drei leere Rucksäcke zurücklassen mussten, legten sie darauf Wert festzustellen, wenigstens die Wurst gekostet zu haben.

(owr)