Auch die in hiesiger Gegend beliebten Hausschlachtungen unterlagen nun strengen Auflagen. Der Nehesdorfer Ortsrichter Herrmann informierte seine Mitbürger mit einer Bekanntmachung. Die zur Schlachtung vorgesehenen Tiere mussten mindestens sechs Wochen im Besitz des Viehhalters gewesen sein. Das Fleisch durfte nicht verkauft, sondern nur unentgeltlich abgegeben werden. Bei Rindern war eine Erlaubnis des Kreisausschusses notwendig, wohingegen Schlachtungen von Schweinen und Schafen dort nur 48 Stunden vorher anzuzeigen waren. Für die Kontrollen dieser Auflagen waren auch die Trichinenbeschauer zuständig.