Ein Betonteil der zwölf Meter hohen Uhr dient dem Finsterwalder Manfred Rautenstrauch als Blumenkübel vor seinem Grundstück.

Sebastian Krause gilt als der "Glücksbringer von Sonnewalde". Der 40-Jährige ist einer der nur noch wenigen fahrenden Hufschmiede, die durch die Lande ziehen und Pferdehufe pflegen und mit Eisen beschlagen. "Ein gefundenes Hufeisen gilt bei vielen als Glücksbringer - aber nur, wenn es mit der Öffnung nach oben aufgehängt wird, sonst fällt das Glück heraus", weiß Sebastian Krause. "Der Glaube geht auf jene Zeit zurück, als Liebesbriefe noch mit Postkutschen und berittenen Kurieren verteilt wurden." Hufschmied Krause hält nichts von dem Aberglauben - er verlässt sich lieber auf seine geschickten Hände.

Wenn manche ins Schwärmen kommen, in welchen Ländern sie schon überall waren, dann muss man Marcus Steinigk fragen: Wo waren Sie eigentlich noch nicht? Der 39-jährige Crinitzer kennt fast die ganze Welt - und kehrte im Sommer zu seinen familiären Wurzeln zurück. Er hat auch noch jemanden mitgebracht - seine Frau aus Schweden. Der Weltenbummler Marcus Steinigk führt in Crinitz den Bäckerladen weiter, den sein Großvater vor 80 Jahren eröffnet hat.

In Finsterwalde steht seit 1928 ein weit und breit einzigartiger Steigerturm, den die Stadtverwaltung gerne abreißen würde. "Es war ein Übungsturm für Steiger in einer Zeit, als es noch keine langen Autoleitern gab und die Feuerwehrleute von Etage zu Etage hoch steigen mussten", erklärt Feuerwehrhistoriker Hans-Dieter Unkenstein. Doch Torsten Hensel von der Initiative Bürger für Finsterwalde durchkreuzte die Abrisspläne der Stadt - zunächst, denn über die Zukunft des alten Turmes muss im neuen Jahr entschieden werden.