Flotte Csardas-Rhythmen auf der Violine erklingen als Einstimmung zum Neujahrsempfang des Rotary Clubs Finsterwalde. Ebenso dynamisch wie die Musik agiert der Club mit seinen 35 Mitgliedern, kann Präsident Hans-Jürgen Pöschl mit dem Resümee des Jahres 2019 und dem Ausblick auf 2020 eindrucksvoll deutlich machen. Ebenso bewertet Thomas Guzatis aus Berlin als Distrikt Governor für den Finsterwalder Club „die eindrucksvolle Bilanz“.

Wolfgang Knorr als Präsident des RC Lübben-Spreewald sieht die Arbeit der Finsterwalder Freunde als Vorbild für den eigenen Club.

Junge Musikerin zeigt Förderergebnisse

Jolina Große, die den Csardas und später eine Mazurka gekonnt spielt, ist ein Beispiel für die Förderung durch den Finsterwalder Club. Von der Förderung der Gruppe „Lebensfroh“ von Karin Melzer über das Elbe-Elster-Puppentheaterfestival und das Kammermusikfestival bis hin zur Unterstützung des „Weißen Rings“ mit 3000 Euro reicht die Palette 2019.

Wie im vergangenen Jahr steht auch 2020 der Einsatz zur Bekämpfung der Kinderlähmung an erster Stelle, macht Präsident Pöschl deutlich. Regional stellt sich der Rotary Club einer besonderen Herausforderung: Neben anderen Projekten will man als Hands-on-Projekt den Pfarrgarten in Saxdorf so unterstützen, dass er in seiner Pracht erhalten und kultureller Anziehungspunkt bleiben kann. Zum Neujahrsempfang startet auch in Finsterwalde die Rotary-Spendenaktion „Dürre und Feuer-Appel“, die weltweit Hilfe für betroffene Regionen in Australien bringen soll.

Finsterwalde

Finsterwalder Rotarier verjüngen sich

Besonders anerkennenswert im Vergleich zu vielen anderen Rotary Clubs, so der Distrikt Governor, sei die erfolgreiche Bemühung der Finsterwalder, junge Leute zu gewinnen. Beispiele dafür sind 2019 die Aufnahmen von Tanja Busse und Matthias John. Auch die Auszeichnung von Toni Boche und Christian Drangosch mit der Paul-Harris-Fellow-Medaille für ihre engagierte Arbeit belegt, dass die Altersgruppe 40 und 30 im Rotary Club Finsterwalde eine aktive Rolle spielt. Toni Boche beweist das zum Beispiel bereits als Präsident und Christian Drangosch mit besonderem Einsatz, durch den 50 bedürftige Kinder mit Weihnachtsgeschenken erfreut werden konnten.

Während des Neujahrsempfangs setzen sich die Rotary-Freunde des Finsterwalder Clubs mit dem Thema Kreuzfahrt und Umweltschutz auseinander. Wolfram Knorr, ehemaliger Konzertmeister am Staatstheater Cottbus und seit 2008 Künstlerischer Leiter der Tui-Cruises Kreuzfahrtflotte, freut sich dort über „eine großartige kulturelle Spielwiese mit einem niveauvollen Unterhaltungsprogramm“. Er weiß, dass die „ökologische Variante Kreuzfahrt in Verruf geraten ist“ und versucht mit Zahlenmaterial dagegen zu argumentieren.

Wolfgang Korr referierte über Kreuzfahrt und Ökologie.
Wolfgang Korr referierte über Kreuzfahrt und Ökologie.
© Foto: Jürgen Weser

So stellt Wolfram Knorr dar, dass die Kreuzfahrtschiffe nur einen verschwindend geringen Anteil des gesamten Schiffsverkehrs ausmachen und wie sich besonders Tui-Cruises „als Innovationstreiber hinsichtlich grüner Technologie“ bemühe. So wolle man bis 2025 die CO2-Belastung um 40 Prozent senken.

Zu einer Diskussion kommt es zu fortgeschrittener Stunde zu dem brisanten Thema nicht mehr. Vielleicht finden die Sängerstadt-Rotarier dazu eine neue Gelegenheit.

Was ist Rotary?


Die Aktionen der Rotarier werden ausnahmslos getragen von der Philosophie der weltweit agierenden rotarischen Gemeinschaft, die in Deutschland in 1062 Clubs fast 55 000 Mitglieder umfasst. Getreu dem rotarischen Motto „Service above self – Selbstlos dienen“ wird das Ziel verfolgt, Menschen zu helfen, die sich nicht selbst helfen können. Dies geschieht im regionalen Umfeld genauso wie bei der Unterstützung von internationalen Hilfsprojekten.