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Viel Lob für Finsterwaldes Schwitztempel im fiwave

Der Sauna-Außenbereich im fiwave.
Der Sauna-Außenbereich im fiwave. FOTO: M. Claus
Da haben es Finsterwaldes Stadtwerke richtig krachen lassen: Knapp 1,3 Millionen Euro sind in den vergangenen zwei Jahren in die Saunalandschaft im Finsterwalde fiwave investiert worden. Gut angelegtes Geld, wie die seitdem gestiegene Besucherzahl demonstriert. Mona Claus

"An manchen Tagen zählen wir jetzt sogar doppelt so viele Gäste", berichtet Bäder-Leiter Torsten Marasus mit sichtlichem Stolz. Insgesamt, so eine erste Bilanz, kann der Saunabereich jetzt 30 bis 40 Prozent mehr Besucher zählen. Die meisten kommen aus Finsterwalde und Umgebung, aber durchaus auch aus dem 50-Kilometer-Umkreis.

Im Jahr 2015 ist zuerst der Innenbereich gründlich auf den Kopf gestellt worden. Die direkte Nähe zur Bürgerheide - die beliebte grüne Lunge und somit das Erholungsziel der Sängerstädter - hat den Planern Inspiration gegeben. In der Sauna gibt es Bilder vom Stadtwald, von den Bäumen, vom Heidekraut und dem Moor. Sie vermitteln Gemütlichkeit. "Hier kann man richtig runterfahren", sagt Torsten Marasus. In der Saunalandschaft dominiert viel Holz und vor allem eine Farbe: Grün. Wände aus Naturmoos sind nicht nur ein Hingucker und wirken angenehm beruhigend auf die Augen. Sie schlucken auch den Geräuschpegel fast weg.

650 000 Euro sind in diesen ersten Abschnitt investiert worden. Anfang Januar dieses Jahres gab es den nächsten Grund zum Feiern: Der Außenbereich konnte übergeben werden. Weitere 630 000 Euro wurden ausgegeben. Die Frei- und Bewegungsfläche ist von ehemals 80 auf jetzt 1300 Quadratmeter erweitert worden. Auf der neu geschaffenen Terrasse werden sich die Gäste mit Sicherheit gut gekühlte Getränke schmecken lassen. Die neue finnische Aufguss-Sauna besitzt jetzt 30 Quadratmeter Grundfläche - vorher waren es 13 - und ist natürlich ebenfalls in edler Holz-Optik gestaltet. Der moderne Ruheraum mit Panoramafenster gestattet den Blick auf die Wipfel der Bäume in der angrenzenden Bürgerheide. In der Dunkelheit sorgen spezielle Lichteffekte für stimmungsvolle Atmosphäre. Dazu wurden unter anderem auf Lichtbändern Glasscherben drapiert, die das Licht romantisch brechen lassen. Die Außenduschen können bis 20 Grad Minus benutzt werden, die Wege im Freien sind beheizt und gestatten auch im Winter eine gefahrlose Nutzung. Frauen loben besonders die Heilkreidemaske, die es immer dienstags während der Frauensauna gibt. Die Testphase nutzten die "Wedel"-Mitarbeiter, um an ihrer Choreografie zu feilen. Neu ist ein Fächer, der jetzt zum Einsatz kommt und auch Eisaufgüsse sind kein frommer Wunsch mehr.

"Aber es gibt auch Grund zum Ärgern", erzählt Torsten Marasus: "Langfinger greifen nicht selten zur Deko. Dabei gibt das Servicepersonal Auskunft, wo die saunaschmückenden Details erworben werden können."