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Finsterwalde
Nach dem Straßenfest die gute Tat

Birgit Voigt (r.) übernimmt die Spende aus der Langen Straße von Lutz Müller, Manfred Unkenstein, Karina Schäfer und Claudia Buck (v.r.).
Birgit Voigt (r.) übernimmt die Spende aus der Langen Straße von Lutz Müller, Manfred Unkenstein, Karina Schäfer und Claudia Buck (v.r.). FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Der Verein LebensART von der Langen Straße unterstützt in diesem Jahr die „Villa im Grünen“.

Es ist Tradition, dass der Verein LebensART von der Langen Straße nach dem Straßenfest, das zweimal im Jahr zum festen Kulturkalender der Stadt gehört, einem guten Zweck eine finanzielle Unterstützung zukommen lässt. Begünstigte nach dem Anglühen zur Adventszeit sind diesmal die jungen Bewohner der „Villa im Grünen“. Am Mittwoch hat eine Abordnung aus der Langen Straße exakt 771,46 Euro an die Leiterin Birgit Voigt vom AWO-Wohnheim am Langen Damm übergeben.

Die Überraschung bei Birgit Voigt war echt. „Mit so viel Geld haben wir nicht gerechnet“, staunte sie, als sie die Spendenbox sah. Und sie vermutete richtig. Ein großer Teil davon kommt von den Händlern und Geschäftstreibenden der Straße selbst. „Aber auch unsere Festbesucher haben sich spendabel gezeigt und wenn es nur das lästige Kleingeld war, was in der Spendenbox gelandet ist“, sagte der Vereinsvorsitzende Lutz Müller. Die Finsterwalder Förderschule, die Jugendfeuerwehr, der Tierpark  und auch die DRK-Rettungshundestaffel sind schon in den Genuss einer Spende gekommen. Nach dem Bau der Straße im Jahr 2001 sei die Idee für die Straßenfeste aufgekommen. „Wenn man die mit Kultur verbindet, viel für Kinder anbietet und sich die Händler präsentieren, dann kommen auch die Leute“, sagt Lutz Müller. Das nächste Fest sei schon in Planung. „Es wird wieder das Ahoi-Fest im Frühjahr parallel zum Hamburger Fischmarkt sein“, kündigt er an.

Lutz Müller, Manfred Unkenstein, Karina Schäfer und Claudia Buck nutzten das Angebot, sich die „Villa im Grünen“ auch von innen anzuschauen. In der Einrichtung vom AWO-Regionalverband Brandenburg Süd leben Kinder und Jugendliche aus schwierigen oder vorübergehend schwierigen familiären Verhältnissen. „Wir bieten Hilfe zur Erziehung in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und nach Entscheidung vom Jugendamt“, erklärte Birgit Voigt. Seit 1993 gibt es das AWO-Wohnheim mit heute zwei stationären Wohngruppen für jeweils neun Kinder. „Zur Zeit sind unsere Bewohner acht bis 17 Jahre alt“, so die Leiterin. Familienorientierte Strukturen, feste Tagesabläufe, eine 24-Stunden-Betreuung, aber auch Ausflüge gehören zum Alltag.

„Mit der Spende können sich unsere Kinder zusätzliche Wünsche erfüllen“, freute sich Birgit Voigt. „Da bleibt vielleicht noch was für die Tagesgruppenarbeit in der Geschwister-Scholl-Straße“, einem weiteren AWO-Angebot, überlegte sie.