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| 13:19 Uhr

8. Netzwerktreffen
Unternehmer treffen in Finsterwalde Unternehmer

Bürgermeister Jörg Gampe  freute sich, beim 8. Unternehmertreffen auch einige neue Gesichter zu sehen.
Bürgermeister Jörg Gampe freute sich, beim 8. Unternehmertreffen auch einige neue Gesichter zu sehen. FOTO: Paula Vogel
Finsterwalde. Unterstützungsmöglichkeiten der Arbeitsagentur bei der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern und ungelernten Arbeitskräften, das Projekt „Azubis auf Entdeckertour“ und die Vorstellung einer neuen Unternehmerin in der Sängerstadt bilden die Schwerpunkte der 8. Auflage des Netzwerktreffens.

Der Pavillon der Sparkasse in der Berliner Straße war sehr gut gefüllt, als Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) und Stephan Müller, Abteilungsleiter Verbund und Finanzierung der Sparkasse Elbe-Elster, die Unternehmerinnen und Unternehmer aus Finsterwalde beim 8. Unternehmertreffen der Stadt begrüßten.

„Ich freue mich sehr, heute einerseits einige neue Gesichter zum ersten Mal zu sehen und andererseits den einen oder anderen wieder bei uns in Finsterwalde begrüßen zu dürfen“, so Bürgermeister Jörg Gampe, der im weiteren Verlauf des Abends zu den anstehenden Vorhaben und Investitionen der Stadt berichtete. Dabei gab es erfreuliche Themen – wie die vollen Kitas, deren Kapazitäten erweitert werden müssen und die städtischen Grundschulen, in denen an der Barrierefreiheit gearbeitet wird. Außerdem gehe es auch im Tierpark und auf den Spielplätzen weiter voran. Der Bau einer Toilette in der Bürgerheide sei ebenfalls im Fokus der Fachabteilung Bau, außerdem laufen die Vorbereitungen zum Bau der Stadthalle auf Hochtouren.

Die derzeitige Diskussion um die Erhebung von Anliegerbeiträgen beim Ausbau von Straßen erläuterte Bürgermeister Jörg Gampe ebenfalls, betonte aber: „Es gibt bei der Erhebung oder der Befreiung von Beitragszahlungen durch die Anlieger immer die sprichwörtlichen zwei Seiten der Medaille. Sicher ist es für die Anlieger schön, wenn die Beitragszahlungen, die durch sie geleistet werden müssen, geringer ausfallen. Im Umkehrschluss müssen die Kommunen dann natürlich mehr zahlen und im schlechtesten Fall können sich nur noch solche mit einem guten Haushalt den Straßenbau leisten.“ Der Straßenbau in Finsterwalde in diesem Jahr sei für die belastungserprobten Händler aber unproblematisch. Nachdem die Berliner, Leipziger und Sonnewalder Straße im vergangenen Jahr fertiggestellt werden konnten, steht in diesem Jahr die Friedenstraße auf der Agenda.

Wirtschaftsförderer Torsten Drescher hatte für den weiteren Verlauf der Veranstaltung drei Akteure für kurze Impulsvorträge gewinnen können. Kristin Becker, Geschäftsführerin der callplus telemarketing GmbH und seit dem 6. März damit ebenfalls Finsterwalder Unternehmerin, stellte ihr Kontakt- und Kommunikationscenter vor. Sie habe sich sehr gefreut, in Finsterwalde einfacher als erwartet ein gutes Team rekrutieren zu können, aus dem in Zukunft auch die Führungskräfte bestimmt werden sollen, die derzeit noch aus Cottbus in die Sängerstadt pendeln müssen. Sie hoffe, trotz mancher vielleicht vorhandener Vorbehalte gegenüber der Branche gut in den Unternehmerkreis der Stadt aufgenommen zu werden. Dieses Gefühl sei ihr durch die Unterstützung seitens der Stadt bei der Ansiedlung in Finsterwalde bereits vermittelt worden, wofür sie sich bedankte.

Ein drängendes Problem, das vor allem kleine und mittelständische Unternehmen betrifft, griff Jean-Marie Ulrich vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur in seinen Ausführungen zum Thema „Wege zur Fachkraft“ auf. Er informierte die Anwesenden über verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten der Arbeitsagentur bei der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern und ungelernten Arbeitskräften.

Um die Auszubildenden in der Region zu halten und möglichst umfangreich über die gesamte Branche zu informieren, hatten Mathias Fritsche und seine Kollegen eine Idee. Der Fertigungsleiter der FIMAG GmbH hat gemeinsam mit den weiteren Teilnehmern das Projekt „Azubis auf Entdeckertour“ ins Leben gerufen. Seit Juli 2017 verlassen die Azubis des dritten Lehrjahres ihre Arbeitsplätze im jeweiligen „Stamm­unternehmen“, um sich an manchen Vormittagen in anderen umzuschauen und neue Möglichkeiten zu entdecken. Bisher sei das Angebot gut angenommen worden, so Mathias Fritsche.

Das nächste Unternehmertreffen in der Sängerstadt wurde für den kommenden Herbst angekündigt.

(pm/blu)