Aufregung um Sonnewaldes tierischen Schlossparkbewohner: Der Schwan, der in den Parkteichen der Stadt seit Jahren seine Runden dreht, hat erneut mit fehlgeleiteten Angelschnüren zu kämpfen. Am vorletzten Freitag hatte sich eine Angelpose sogar im Schnabel des Tieres festgesetzt, eine Wochen später sahen Spaziergänger den Schwan, wie er eine Angelschnur im Gefieder mit sich zog und veröffentlichten dies auf Facebook.

Angelverein hilft Sonnewalder Schwan

„Ein Angler muss den Schwan geangelt haben“, vermutet Franziska Plener, die bei der Rettung des Tieres am vorletzten Freitag dabei war. Hilfe für das Tier gab es dabei von einem Mitglied des Angelvereins. Franziska Pleners Vater war es, der sich des Tieres annahm. Das Mitglied des AV Sonnewalde 76 machte sich mit einem Boot auf das Gewässer im Schlosspark und half dem Vogel dabei, sich aus den Fängen der Angelschnur zu befreien. Ein Tierarzt musste so nicht anrücken.
Dieser Post über den Sonnewalder Schwan kursierte in einem sozialen Netzwerk
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© Foto: Foto: Screenshot Facebook
Die auf Facebook kursierenden neuerlichen Bilder des Schwanes könnten laut Franziska Plener Folgeschäden des Angelunfalls aus der letzten Woche sein: „Am Bein hing noch ein Stück Angelsehne, dass sich schon von selbst gelöst hat“, erklärt sie.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Schwan durch Angelwerkzeug verletzt wird. „Das ist lange nicht passiert und jetzt zwei Mal hintereinander“, sagt Axel Große, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Sonnewalde. Und doch sollte ein solcher Fehler einem geübten Angler normalerweise nicht passieren. „Sowas dürfte beim Angeln eigentlich nicht vorkommen“, stellt Patrick Berg, Vorsitzender des Angelvereins Sonnewalde klar.

Sonnewalde: Angler sollen sich bei Unfall melden

Inzwischen ist der Schwan wieder wohlauf, erzählt Franziska Plener. Sie ärgert es dennoch, dass der Verursacher niemandem über den Unfall Bescheid gab. „Es wäre schön, wenn sich der Angler bei der Stadt Sonnewalde oder dem Angelverein gemeldet hätte“, sagt sie. Zudem könne man auch beim Veterinäramt anrufen, damit sich um den Vogel gekümmert werden könne.
Der Schwan – oder die Schwänin, um genauer zu sein – ist mittlerweile die letzte Vertreterin ihrer Art im Sonnewalder Schlosspark. Lange Zeit hatte sie eine ebenfalls weibliche Mitstreiterin gehabt, die aber vor zwei Jahren von einem anderen Tier gerissen wurde. Seitdem dreht der Entenvogel in Sonnewalde alleine seine Kreise.
Auch deshalb kümmern sich die Sonnewalder mittlerweile besonders um den beliebten Stadtbewohner: „Er gehört ja eigentlich keinem, aber wir versuchen natürlich, ihn zu pflegen, dass wir diesen einen Schwan noch lange behalten“, sagt Axel Große.
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