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| 22:00 Uhr

Garage ausgebrannt
Und wieder brennt es in Finsterwalde

Wieder muss die Feuerwehr ausrücken, diesmal zu einer Garage in der Hainstraße. Im September 2017 hatte es hier auch schon gebrannt.
Wieder muss die Feuerwehr ausrücken, diesmal zu einer Garage in der Hainstraße. Im September 2017 hatte es hier auch schon gebrannt. FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Die Serie leerstehender Gebäude in Flammen geht in Finsterwalde weiter. Am Mittwochabend musste die Feuerwehr eine Garage in der Stadt löschen. Von Gabi Böttcher

„Wir haben echt die Nase voll. Die Belastung der Kameraden ist enorm“, sagt Stadtbrandmeister Michael Kamenz nach dem jüngsten Einsatz der Feuerwehrleute bis in die Nachtstunden des Mittwochs hinein.

Gegen 21.30 Uhr waren Feuerwehr und Polizei in den Garagenkomplex an der Hainstraße gerufen worden. Dort war eine Garage in Brand geraten. Über die Balken drohte sich das Feuer in daneben liegende Garagen auszubreiten, so Michael Kamenz. Auch diese habe man öffnen müssen, um ein weiteres Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Laut Polizei haben Kriminaltechniker am Donnerstag die Spurensuche am Brandort aufgenommen. Der Sachschaden wird mit etwa 5 000 Euro angegeben.

Kameraden aus Finsterwalde Süd und Mitte waren bis gegen Mitternacht im Einsatz, in der Spitzenzeit etwa 30 Feuerwehrleute. „ Wir konnten das Feuer mit zwei Tanklöschfahrzeugen unter Kontrolle bringen“, erklärt der Stadtbrandmeister, der selbst wieder mit vor Ort war. So habe man keine extra Wasserversorgung aufbauen müssen. Erst in der Nacht zum Dienstag habe man bei einem Brand in einem leerstehenden Haus in der Dresdener Straße eine ganze Menge Schläuche benötigt, die im Anschluss zum Prüfen und Reinigen nach Herzberg gebracht wurden. Mit einem Hilfseinsatz am defekten Fahrstuhl des Finsterwalder Bahnhofs und einem Ruf zu einer hilflosen Person in der Brandenburger Straße hatte die Woche für die Kameraden turbulent begonnen.

Zum Gebäude des ehemaligen Feintuchwerkes in Finsterwalde mussten die Feuerwehrleute am 2. August dieses Jahres ausrücken.
Zum Gebäude des ehemaligen Feintuchwerkes in Finsterwalde mussten die Feuerwehrleute am 2. August dieses Jahres ausrücken. FOTO: LR / Gabi Böttcher

Ob die Brände der jüngsten Zeit, zu denen auch jene Anfang August auf dem Gelände der Industriebrache des Feintuchwerkes und Ende Juni in der ehemaligen Kistenfabrik gehören, im Zusammenhang stehen, kann die Polizei nicht bestätigen. Eine zunehmende Unruhe unter den Finsterwaldern könne man gut verstehen, sagt Polizeisprecherin Ines Filohn. Bei der Koordinierung der Einsätze der Polizei lege man den Fokus auf die Schwerpunktzeiten bisheriger Brandausbrüche. Ines Filohn appelliert an künftige Augenzeugen: „Wer etwas bemerkt, bitte ohne Umwege sofort den Notruf wählen.“ Nach dem Vorbild von Senftenberg eine Belohnung für Hinweise auf Brandstifter auszusetzen, wird sowohl von Ines Filohn als auch Stadtbrandmeister Michael Kamenz als eine Möglichkeit gesehen, die Brandserie zu beenden. Im Rathaus setzt man auf die Ermittlungsarbeit der Polizei.

Anwohnerin Linda Rösler gehörte zu den Betroffenen des Brandes auf dem Areal der ehemaligen Kistenfabrik in der Nacht zum 27. Juni 2018.
Anwohnerin Linda Rösler gehörte zu den Betroffenen des Brandes auf dem Areal der ehemaligen Kistenfabrik in der Nacht zum 27. Juni 2018. FOTO: LR / Gabi Böttcher

Die zwei Tatverdächtigen im Falle des Brandes im ehemaligen Haus der Freundschaft in der Nacht zum 15. September 2017 haben sich am 1. November vor dem Jugendschöffengericht in Bad Liebenwerda zu verantworten.