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| 16:55 Uhr

Neue Sonderschau in Sicht
Und der Graf freut sich auf Porträts der Familie

Jetzt geht es in die Vollen: Am Dienstag ist im Schloss Doberlug der Fachbeirat für die Präsentation der Sammlung Dohna als Dauerausstellung ab 2020 zusammengetreten. Die Leitung hat Dr. Kurt Winkler vom Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte. Jesko Graf zu Dohna (v.l.) wird als Mitglied der Familie die inhaltliche Vorbereitung der Ausstellung begleiten.
Jetzt geht es in die Vollen: Am Dienstag ist im Schloss Doberlug der Fachbeirat für die Präsentation der Sammlung Dohna als Dauerausstellung ab 2020 zusammengetreten. Die Leitung hat Dr. Kurt Winkler vom Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte. Jesko Graf zu Dohna (v.l.) wird als Mitglied der Familie die inhaltliche Vorbereitung der Ausstellung begleiten. FOTO: Gabi Böttcher
Doberlug-Kirchhain. Fachbeirat für hochkarätige Schau der Sammlung Dohna im Museum Schloss Doberlug ist am Dienstag zusammengetreten. Von Gabi Böttcher

Was bisher Besuchern der Schlösser Charlottenburg und Schönhausen in Ausschnitten vorbehalten blieb, soll nun in einer repräsentativen, nie zuvor so kompakten Schau im Schloss Doberlug gezeigt werden: die Sammlung Dohna als die bedeutendste Sondersammlung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Am Dienstag fand in Doberlug der Fachbeirat für die Vorbereitung offiziell zusammen.

Unter Leitung von Dr. Kurt Winkler, Direktor des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, absolvierte der Beirat sogleich einen Marathon an Abstimmungen. Für den Landkreis unterstrich Dezernent Roland Neumann die Bedeutung der für das Jahr 2020 vorzubereitenden Ausstellung für die weitere Entwicklung des Museumsstandortes. Besonders glücklich sei er über zwei Ehrenmitgliedschaften im Beirat – die von Dr. Rainer Ernst und des Grafen zu Dohna als Vertreter der Familie. Jesko Graf zu Dohna freut sich besonders darauf, in der Ausstellung Porträts der Familie und der preußischen Könige zu sehen und persönlichen Gegenständen wie Kleidung und Waffen zu begegnen. Für Kurator Peter Langen ist die umfangreiche Präsentation von Kunst, Gebrauchsgegenständen und Erinnerungsstücken aus dem Besitz der Burggrafen, Grafen und Fürsten zu Dohna-Schlobitten, die ehemals zum Stammwohnsitz Schloss Schlobitten in Ostpreußen gehörten, so etwas wie eine Sternstunde bisheriger Tätigkeit. Dr. Rainer Aurig vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sieht die wunderbare Chance, das Doberluger Schloss mit „gelebtem Inventar“ zusammenzubringen. Schon im Sommer 2019 soll in einer Sonderschau als Vorgeschmack auf 2020 Kunstinventar des Schlosses Dohna-Schlobitten gezeigt werden. Dr. Kurt Winkler lobt die wunderbare Möglichkeit, die Sammlung der Dohnas in den übergeordneten Kontext europäischer Adelskultur zu stellen und damit das Museum Doberlug mit einem Alleinstellungsmerkmal über Berlin und Brandenburg hinaus zu versehen. Vor dem Fachbeirat liegt ein imposantes Stück Arbeit.