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| 01:05 Uhr

Umzug ins neue Rathaus wird teurer

SONNEWALDE.. Mit den bevorstehenden Kommunalwahlen am 26. Okober wird in Sonnewalde auch ein neues Stück Stadtgeschichte geschrieben.

Die Kommune ist dann eine „amtsfreie Stadt“ , mit einem neuen Parlament, einem „hauptberuflichen“ Bürgermeister und auch mit einem neuen Sitz für die Verwaltung. Am 1. Januar 2004 will man, läuft alles weiter wie geplant, vom Stadthaus in die alte Grundschule ziehen, informierte die Amtsdirektorin Silke Neisser. Einige Umbauten nötig: Trennwände müssen rein, Eingang und Toiletten müssen auch von Behinderten genutzt werden können. Noch fehle die Baugenehmigung. Die eingeplante Summe für den Umbau werde nicht ausreichen, vermutet die Amtsdirektorin. Doch unter dem Strich verspricht man sich eine Kostenersparnis gegenüber den Mietzahlungen im Stadthaus, das der Sparkasse gehört, von 70 bis 80 Prozent.
Vom Schloss über das Stadthaus bis in die alte Schule wäre das dann bereits das dritte Domizil der Verwaltung in zehn Jahren. „Es wird Jahre dauern, bis wir das wieder ausgeglichen haben, was wir finanziell ins gemietete Stadthaus gesteckt haben“ , warf Ortsbürgermeister Axel Große kritisch ein.
Doch die Gemeindegebietsreform bringe womöglich in absehbarer Zeit finanzielle Vorteile, hofft Silke Neisser. „Im Moment ist das alles ein ziemlich großer Aufwand. Später sparen wir aber zum Beispiel bei den Entschädigungen 28 000 Euro, da wir statt der vielen Gemeindevertretungen nur eine Stadtverordnetenversammlung zuzüglich der Ortsbeiräte haben“ , rechnete sie vor. Künftig würde nicht nur die Verwaltungsarbeit effektiver werden, auch finanzielle Mittel könnten mehr gebündelt und konzentriert für Investitionen ausgegeben werden.
Ortsbürgermeister Axel Große und Amtsdirektorin Silke Neisser appellierten an die Bürger, sich für ein Ehrenamt zur Verfügung zu stellen und für einen Sitz im Ortsbeirat bzw. in der Stadtverordnetenversammlung zu kandidieren.