Am 15. Dezember geht die neue Intercity-Linie Rostock–Berlin–Dresden ans Netz. Mit einer Überraschung: Nun halten  doch täglich sechs Fernverkehrszüge auch in Doberlug-Kirchhain.

Noch vor 14 Tagen hatte die Bahn Pendler enttäuscht und erklärt, dass wegen unterschiedlicher Zugtypen kein Halt möglich sei. Inzwischen gibt es ein neues Ergebnis: „Aufgrund der sehr niedrigen Bahnsteige in Doberlug-Kirchhain waren umfangreiche Prüfungen nötig, ob ein Halt möglich ist. Die konnten nun rechtzeitig zum Start der Linie positiv abgeschlossen werden“, so der DB-Konzernbevollmächtigte für Brandenburg, Joachim Trettin.

Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann sagt: „Das sind gute Nachrichten für Fahrgäste, die in Doberlug-Kirchhain zu- oder aussteigen. Denn dort gibt es den Anschluss an den Regionalverkehr nach Cottbus sowie über Falkenberg (Elster) weiter in Richtung Leipzig bzw. in Richtung Lutherstadt Wittenberg.“

Die Intercity-Züge Richtung Berlin und Rostock fahren täglich jeweils um 8.27 Uhr, 12.27 Uhr und 18.27 Uhr ab. Der für Berufspendler wichtige Morgenhalt könne noch nicht gewährleistet werden. Die Fahrzeit bis zum Berliner Hauptbahnhof beträgt 1:05 Stunde.

Nach Dresden geht’s um 9.48 Uhr, 15.49 Uhr und 19.49 Uhr. Die Züge sind rund 50 Minuten unterwegs. Die Züge bestehen aus klassischen Intercity-Reisezugwagen, bei denen trotz des sehr niedrigen Bahnsteigs ein sicherer Ein- und Ausstieg möglich ist. Die Halte werden ab Sonntag online sein. Ab 8. März 2020 kommen die neuen Intercity-Doppelstockzüge mit niedriger Einstiegshöhe zum Einsatz. Dann halten in Doberlug-Kirchhain täglich 16 Fernverkehrsfahrten im Zweistundentakt nach Berlin, Rostock und Dresden.