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Überleitung nach Lindena kommt – bei einheitlichem Beitrag

Doberlug-Kirchhain. Der Worte sind genug gewechselt – diesen Eindruck konnte man bei der jüngsten Sitzung der Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserverbandes Westniederlausitz gewinnen. Ohne Diskussion sind richtungsweisende Beschlüsse gefasst worden, die der Umsetzung des Statusberichtes vom 6. Juni 2012 dienen und seit zwei Jahren aufgeschoben wurden, weil Sonnewalde an einen kostengünstigeren Weg glaubte. leh

Zur Stabilisierung des Abwasserbereiches Sonnewalde werden die Abwässer auf die Kläranlage Lindena aufgeleitet und das Klärwerk Münchhausen geschlossen. Das ist die Variante, die auch vom Land finanziell mitgetragen wird. Nach neuesten Vorstellungen sollen dafür vorhandene Kanäle genutzt werden. Neu zu bauen ist lediglich ein Leitungsstück von Frankena bis zur Luckauer Straße in Doberlug-Kirchhain.

Wichtigste Botschaft an die Einwohner des Gebührengebietes Sonnewalde: Ohne Beitragszahlung ist das nicht zu stemmen. Ziel ist ein einheitliches Beitrags- und Gebührengebiet im Verband spätestens bis 2017. Deshalb wird für das Gebührengebiet Schmutzwasser Sonnewalde bis Ende 2014 eine neue Beitragskalkulation erstellt, um ab 1. Januar 2015 mit der Beitragshöhe von 2,91 Euro/m{+2} - wie im Gebührengebiet Doberlug-Kirchhain - arbeiten zu können. Bislang gelten für Sonnewalde 3,50 Euro/m{+2}.

Alle Verbandsmitglieder - außer Sonnewalde - stimmten für diesen Weg.

Der Landkreis Elbe-Elster und der Verband hatten der Mitgliedsstadt Sonnewalde bis zum Sommer Zeit eingeräumt, um nach einer eigenen günstigeren Lösung der Abwasserfrage suchen zu können. Der Sonnewalder Bürgermeister Werner Busse (CDU) räumte im Stadtanzeiger ein, dass dies für die Mehrheit der Einwohner nicht möglich ist und zudem für die Stadt erhebliche Risiken mit sich brächte.