| 18:41 Uhr

Tröbitz feiert neue Fabelleistung

Eine Herausforderung beim 24-Stunden-Schwimmen sind die Nachtstunden.
Eine Herausforderung beim 24-Stunden-Schwimmen sind die Nachtstunden. FOTO: Silvia Dedek
Tröbitz. Zum sechsten 24-Stunden-Schwimmen in Tröbitz meinte es das Wetter besonders gut. Am Tag angenehm warm und in der Nacht nicht zu kalt, liefen die 146 Athleten zu Top-Leistungen auf. Silvia Dedek

Von Samstag 10 Uhr bis Sonntag 10 Uhr erschwammen alle Teilnehmer gemeinsam 1144 Kilometer und stellten damit den alten Rekord von 2013 um 51,2 Kilometer ein. Dabei waren hier durchaus nicht nur Leistungssportler am Start. Das Besondere am 24-Stunden-Schwimmen in Tröbitz ist gerade der hervorgehobene Breitensportcharakter, bei dem jeder in familiärer Atmosphäre an seiner persönlichen Bestleistung arbeiten kann. So zum Beispiel Janet Askar und ihr Bruder Jean, beide noch nicht einmal zehn Jahre alt, die unglaubliche Strecken von 19 beziehungsweise 12 Kilometern absolvierten.

"Viele Gesichter, die ich hier sehe, sind schon von Anfang an dabei und sie bringen immer wieder auch neue Leute mit", freute sich Organisatorin Karla Fornoville über den guten Zulauf für die Veranstaltung. Ganze Familien nutzen die Gelegenheit, um mit dem Zelt gleich im Freibad zu übernachten und konnten sich dabei auf die gute Versorgung durch das Organisationsteam verlassen.

"Ein kleines Gemeindebad wie das in Tröbitz braucht ein paar Highlights im Jahr, um attraktiv zu bleiben", erklärte Karla Fornoville, gleichzeitig stellvertretende Bürgermeisterin von Tröbitz. "Wir sind froh, dass wir dabei auf so viele Helfer und Unterstützer zählen können." Gemeint sind damit nicht nur die treuen Sponsoren, sondern auch die Zähler, die zum Teil selbst zusätzlich schwimmen oder eben mehr als zehn Stunden am Stück fleißig ihre Kreuze für die Sportler machen.

Eine Kooperation, die das 24-Stunden-Schwimmen in Tröbitz überhaupt erst möglich gemacht hat, ist die der beiden Hauptverantwortlichen Karla Fornoville und Carola Jann-Lück von der Wasserwacht Falkenberg. Als Karla Fornoville vor sieben Jahren die Idee einer 24-Stunden-Schwimmveranstaltung für das Freibad Tröbitz hatte, vermittelte Altschwimmmeister Klaus Kreft den Kontakt zur Falkenberger Wasserwacht und insbesondere zu Carola Jann-Lück. Die beiden Frauen verstanden sich auf Anhieb und sind seither das Rückgrat der alljährlichen Veranstaltung. Nach mehr als 24 Stunden auf den Beinen und der Verleihung von 54 Pokalen in 18 Wertungsklassen waren sie an diesem Sonntagmittag nicht nur rechtschaffend erschöpft, sondern vor allem glücklich über die tolle Veranstaltung.