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| 17:13 Uhr

Tröbitz bereitet sich auf großes Jubiläum vor

Tröbitz. Die Sanierungsarbeiten an der Tröbitzer Sporthalle gehen nach einer längeren Pause seit einigen Tagen weiter. Für mehr als eine Million Euro wird die alte Sportstätte, die Anfang der 50er-Jahre gebaut wurde, komplett auf Vordermann gebracht.

Das Geld bekommt die verschuldete Gemeinde vom Land gefördert. Gegenwärtig wird das Dach erneuert - statt des Spitzdaches wird ein Dach mit Südgefälle montiert, auf dem eine Solaranlage installiert wird. Die Arbeiten sollen bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein -"ein sportliches Ziel", so Gantke.

Der Start für die dringend notwendige Sanierung der Sporthalle hatte sich verzögert, nachdem Fledermäuse am Turnhallendach entdeckt wurden, die umgesiedelt werden sollten. Dazu war den geschützten Tieren eine neue Bleibe angeboten worden, die allerdings nicht angenommen wurde. Die Naturschutzbehörde habe inzwischen zugestimmt, dennoch mit den Bauarbeiten beginnen zu können, informierte der Bürgermeister jüngst die Gemeindevertreter.

"Wir stehen zeitlich unter Druck", betont der Bürgermeister am Montag im LR-Gespräch - der auf ein großes Ereignis im nächsten Jahr verwies. Am 23. April 2015 jährt sich zum 70. Mal jener Tag, an dem der "Verlorene Transport" mit jüdischen Häftlingen in Tröbitz befreit wurde. Anlässlich dieses Jubiläums werden an dem Tag hochrangige Gäste aus aller Welt in der Gemeinde erwartet - insbesondere noch Überlebende des Todeszuges bzw. deren Angehörige. Einladungen seien bereits an den Bundespräsidenten, an die Bundeskanzlerin und an den Brandenburgischen Ministerpräsidenten sowie an den israelischen Botschafter verschickt worden. "Die Festveranstaltung soll in unserer dann sanierten Sporthalle stattfinden", sagt Holger Gantke -"wir können uns also keinen zeitlichen Verzug leisten", so der Bürgermeister.

In der kommenden Woche treffen sich Vertreter der Brandenburgischen Gedenkstättenstiftung und des Landkreises in Tröbitz, um den Aufbau einer neuen "Ausstellung unter freiem Himmel" zu besprechen. An historischen Orten sollen Stelen an den "Verlorenen Transport" erinnern und Besucher zu einem informativen Rundgang einladen. Stelen sollen in Tröbitz zum Beispiel an den Massengräbern, am Lager Nordfeld und am jüdischen Friedhof sowie in Langennaundorf stehen. -db-