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Nachgehakt
Trend: Wieder mehr Oberschüler am Mittagstisch

So sah es noch vor einem Jahr in der Oberschule aus - die Teller blieben oft leer.
So sah es noch vor einem Jahr in der Oberschule aus - die Teller blieben oft leer. FOTO: Wiesner
Finsterwalde. Die Oscar-Kjellberg-Oberschule hat einen neuen regionalen Caterer, der auf Frische und regionale Produkte setzt. Von Robert Pötzsch

Vor einem Jahr hat die LAUSITZER RUNDSCHAU über die Misere bei der Mittagsversorgung an der Oscar-Kjellberg-Oberschule berichtet. Immer weniger Schüler wollten eine warme Mahlzeit, bis der Caterer gekündigt hat.

Das Bild hat sich gewandelt. Die Oberschule wird von einem neuen Caterer versorgt, der auch für die Ausgabe der Speisen zuständig ist. Das hatten in der Vergangenheit die Lehrer oft selbst übernommen.

Seit Juni 2016 hatte die Schule mit etwa 300 Schülern keinen Essensversorger mehr. Der Landkreis Elbe-Elster als Schulträger beauftragte ein Unternehmen mit der Lieferung von Essen auf Bestellung. Eine Lösung, die Schulleiterin Cornelia Warsönke nicht zufrieden stellte. Seit Oktober 2017 kocht jetzt die Firma „Die Küche“ aus Breitenau für die Finsterwalder Oberschüler. Der Dienstleister beliefert auch Kindergärten in der Region. Dabei werde vor allem auf Abwechslung und frische Produkte gesetzt – von der frisch geschälten Karotte bis zum Fleisch, das per Hand ausgelöst wird. „Alles wird frisch gekocht“, verspricht Caterer Matthias Stahlberg. Auch regionale Produkte zu verarbeiten, sei ihm wichtig.

Der neue Anbieter scheint gut anzukommen. 2016 konnten mitunter nicht mehr als zehn Portionen täglich verkauft werden. Mittlerweile würden bis zu 25 Kinder in der Schule essen, beobachten die Lehrer, die selbst mitessen. Man habe eine Fachkraft für die Essensausgabe eingestellt. Die Zusammenarbeit mit dem Versorger funktioniere gut, berichtet Schulleiterin Cornelia Warsönke. „Das Essen ist schmackhaft und es wird auf Wünsche eingegangen“, freut sie sich. Der Versorgungsplan sei gemeinsam mit dem Cateringservice entwickelt worden. „Die Chemie stimmt einfach“, freut sich die Schulleiterin.

Bei allem Aufwärtstrend gibt es noch Reserven in puncto rechtzeitiger Bestellung und Bezahlung vom Essensgeld. „Dann könnten noch mehr Gerichte verkauft werden“, sagt die Schulleiterin.