ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:48 Uhr

Touristinformation holt Zertifikate in Serie
Jetzt werden Sommerurlaube geplant

 Veit Klaue und Janine Schiller zeigen stolz das neue Zertifikat für das „Rote i“. Die Touristinformation Finsterwalde darf das Siegel für weitere drei Jahre tragen.
Veit Klaue und Janine Schiller zeigen stolz das neue Zertifikat für das „Rote i“. Die Touristinformation Finsterwalde darf das Siegel für weitere drei Jahre tragen. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. In der Touristinformation Finsterwalde ist man stolz auf ein Prüfergebnis, das über Landes- und Bundesdurchschnitt liegt. Von Heike Lehmann

Zum vierten Mal hat die Touristinformation Finsterwalde dieser Tage das Zertifikat für das „Rote i“ zuerkannt bekommen. Stolz präsentieren Geschäftsstellenleiter Veit Klaue und Mitarbeiterin Janine Schiller die gerahmte Urkunde. Nach 2009, 2012 und 2015 wird dem Sängerstadtregion e.V. (früher Sängerstadtmarketing e.V.) vom Deutschen Tourismusverband damit eine stetige Qualität bescheinigt. Mehr noch: Veit Klaue ist stolz auf die Prüfergebnisse. „Wir liegen über dem Landes- und Bundesdurchschnitt“, freut er sich. Der Sängerstadtregion e.V. betreibt die Touristinformation im Auftrag der Stadt Finsterwalde mit drei Mitarbeitern. Dritte Angestellte ist Katharina Brahmke.

Durchschnittlich elf Besucher pro Stunde gehen in der Touristinformation Finsterwalde ein und aus. Das ist ein durchschnittlicher Wert aus dem vergangenen Jahr. Sie nutzen die unterschiedlichsten Dienste in der zentral auf dem Marktplatz gelegenen Besucherinformation. Immer öfter werden Veranstaltungstickets für die Metropolen Berlin, Dresden, Leipzig gekauft. „Unter den Besuchern waren etwa sieben für uns erkennbare Touristen pro Tag dabei“, sagt Geschäftsstellenleiter Veit Klaue. Die Erhebungen gehen auf Strichlisten zurück, die die Mitarbeiter täglich führen.

„Aller drei Jahre kann man das ,Rote i’ neu beantragen“, erklärt Klaue. Danach werde man einer „Blindprüfung“ unterzogen. „Das heißt, wir wissen nicht, wann wer bei uns testet. Derjenige stellt sich nicht vor. Überprüft werden die Information und das Umfeld. Und auch, ob der Mitarbeiter in der Lage ist, vernünftig zu beraten.“

Veit Klaue versichert: „Alles, was wir selbst beeinflussen können, wurde gut bewertet. Dazu gehören Beratung, Qualitätsbewusstsein und Innengestaltung.“ Mit dem Prüfergebnis bekommen die Touristinformationen auch Hinweise, was sie noch verbessern können. „Wir haben zum Beispiel nach der letzten Prüfung eine Kinderspielecke eingerichtet, weil es einen solchen Hinweis gab. Und diesmal haben wir beim Punkt Deko drei Punkte bekommen – mehr geht nicht.“

Es gibt aber auch deutliche Kritikpunkte, die – so sieht es Veit Klaue – in erster Linie mit dem Gebäude zu tun haben. Das Rathaus auf dem Markt ist nicht barrierefrei. „Es gibt keinen Hinweis auf das nächstgelegene barrierefreie WC, das im Schloss wäre. Auch das äußere Erscheinungsbild ist von uns nur wenig zu beeinflussen. Wir haben nun mal kein Schaufenster“, sagt Klaue. Bemängelt wurde zudem, dass in der Hauptsaison sonntags nicht geöffnet ist. „Das machen wir nur bei Großveranstaltungen wie dem Sängerfest. Mehr ist mit drei Leuten, die nicht voll arbeiten, nicht zu schaffen“, argumentiert Klaue.

Jetzt im Winter registrieren die Touristiker in der Sängerstadt vermehrt Anfragen von außerhalb. Die Sommerurlaubsplanung sei in vollem Gange. „Wir spüren, dass nicht nur das Interesse an der Sängerstadtregion wächst. Die Leute erkennen, dass sie von hier aus auch Dresden, den Spreewald oder das Lausitzer Seenland gut erreichen können. Und wir versuchen natürlich, den Leuten schmackhaft zu machen, länger als einen Tag in der Region zu verweilen“, sagt der Geschäftsstellenleiter. Für dieses Jahr gebe es vermehrt Anfragen von Busreise-Veranstaltern. Ab März wird deshalb ein Tagesprogramm geboten mit einer vormittäglichen Stadtführung in Finsterwalde, einem Mittagessen, danach Besichtigung von Schloss- und Schloss-Areal Doberlug und Kaffee im „Rautenstock“.

Für die vom Sängerstadtregion e.V. jährlich angebotene Frauentagstour ist jetzt Anmeldezeit. Am 16. März geht es nach Lübben und Schlepzig im Spreewald. Wer mitmöchte, sollte sich schnell seinen Platz sichern.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, außerdem von Mai bis September auch Samstag 9 bis 12 Uhr.