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Tourismus
Tourismusverband im Herzen von EE

Agieren vom Schloss Doberlug aus: Susanne Dobs mit den Mitarbeiterinnen Susann Peter, Kerstin Weber und Ines Schirrmeister (v.r.)
Agieren vom Schloss Doberlug aus: Susanne Dobs mit den Mitarbeiterinnen Susann Peter, Kerstin Weber und Ines Schirrmeister (v.r.) FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Am Mittwoch wurde mit Partnern der neue Geschäftssitz im Schloss Doberlug eingeweiht. Von Heike Lehmann

Seit Mittwoch  haben die vier Damen von der Geschäftsstelle des Tourismusverbandes Elbe-Elster einige Büropflanzen mehr zu pflegen. An diesem Abend ist das neue Büro im Schloss Doberlug eingeweiht worden. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) – seit 2016 auch Verbandsvorsitzender – konnte viele Verbandsmitglieder und Vertreter von Kommunen sowie Leistungsträger und Partner begrüßen. „Die weitere touristische Entwicklung der Region als Marke“, hat er als Zielrichtung bekräftigt.

Genau genommen sind die Mitarbeiterinnen vom Tourismusverband schon seit einigen Monaten in der „traumhaften Kulisse vom Schloss Doberlug“, wie es Susanne Dobs, die ehrenamtliche Geschäftsführerin, umschrieb, zu Hause. Im Sommer erfolgte der Umzug von Bad Liebenwerda in die neue Wirkungsstätte. Im zweiten Obergeschoss des Schlosses haben die Ansprechpartnerinnen für den Tourismus in Elbe-Elster Ines Schirrmeister, Susann Peter und Kerstin Weber zusammen mit Susanne Dobs ein großzügiges Büro bezogen. Kulturamtsleiter Andreas Pöschl hofft auf „Synergien zwischen dem Tourismusverband und dem Museumsverbund Elbe-Elster“, der gleichfalls im Schloss Doberlug seinen Sitz hat. Dass die vier Tourismusfrauen in einem Büro (Tel. 035322 6888516) vereint arbeiten, sehen sie als Vorteil. „Die Abstimmung von Schreibtisch zu Schreitisch geht wirklich schnell“, meint Ines Schirrmeister. Für den Doberlug-Kirchhainer Torsten Hannemann war es ein langgehegter Wunsch, dass der Elbe-Elster-Tourismusverband ins Schloss einzieht. Hannemann ist Gründungsmitglied vom Förderverein Schloss Doberlug e.V., der seit 20 Jahren das Ziel verfolgt, das Schloss als kultur-touristisches Zentrum wiederzubeleben.

Nun soll auch die Reiseregion im Süden Brandenburgs von dort aus, „aus der Mitte des Landkreises“, so Susanne Dobs, thematisch weiterentwickelt werden. Stolz verwies sie auf deutlich gestiegene Gäste- und Übernachtungszahlen in Elbe-Elster, die zum großen Teil auf die erfolgreiche Marketingidee mit dem Luther-Pass zurückzuführen sind. Zwei Marketingpreise hat der Landkreis dafür bekommen. Bei der Bilanzpressekonferenz von Kulturland Brandenburg Anfang Dezember darf Ideengeberin Janine Kauk das Projekt in Berlin vorstellen. Und Susanne Dobs verspricht: „Es wird 2018 weitergehen. Der Luther-Pass bleibt – aber mit kleinen Veränderungen.“

Überregional habe man 2017 auf sich aufmerksam machen können. Beigetragen dazu habe eine Pressereise durch die Sängerstadtregion, von der in verschiedenen Medien berichtet wurde.

Aktuell werden drei bis vier Genießertouren inklusive einer Familientour geplant, an denen 60 Akteure beteiligt sein werden. „Noch in diesem Monat sollen die Routen vorgestellt werden“, verkündet Susanne Dobs. Ein gedruckter Reisekompass wird neugierig machen auf die Region. Den in der Sängerstadtregion bewährten Veranstaltungsflyer mit Höhepunkten des Jahres werde es künftig für den gesamten Elbe-Elster-Kreis geben. Und natürlich sei man gedanklich schon im Jahr 2019, wenn Brandenburg unter dem Motto „Fontane.200“ den 200. Geburtstag des märkischen Dichters und Schriftstellers Theodor Fontane feiern will.

Susanne Dobs (r.) bekommt Glückwünsche von Torsten Hannemann, der sich seit zehn Jahren wünscht, dass der Tourismusverband ins Schloss einzieht.
Susanne Dobs (r.) bekommt Glückwünsche von Torsten Hannemann, der sich seit zehn Jahren wünscht, dass der Tourismusverband ins Schloss einzieht. FOTO: Heike Lehmann