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| 02:43 Uhr

Tolle Resonanz auf Premiere des 24-Stunden-Schwimmens

Thea, Meike und Peter mit ihrem Vater Rainer Lezius im Tröbitzer Freibad. Während ihre Mutter zu Hause Marmelade kochte, beteiligten sich die Vier am ersten 24-Stunden-Schwimmen in Tröbitz und das sehr erfolgreich.
Thea, Meike und Peter mit ihrem Vater Rainer Lezius im Tröbitzer Freibad. Während ihre Mutter zu Hause Marmelade kochte, beteiligten sich die Vier am ersten 24-Stunden-Schwimmen in Tröbitz und das sehr erfolgreich. FOTO: Mario Sanders/mas1
Tröbitz. Vater Rainer Lezius packte Samstagmorgen im heimischen Täubertsmühle bei Rückersdorf, als er mit seinen Kindern zum Feuerwehramtsausscheid nach Tröbitz fahren wollte, kurz entschlossen Zelt und Schlafsäcke ein. "In Tröbitz ist doch auch 24-Stunden-Schwimmen", verabschiedete er sich von seiner Frau. Mario Sanders/mas1

Es sollte ein erfolgreiches Wochenende für ihn und seine Kinder werden: Tochter Meike war mit ihren sechs Jahren die jüngste Starterin. Sie schwamm mit ihrem Papa 500 Meter und erhielt dafür eine Extraauszeichnung. Rainer Lezius sicherte sich als Einzelstarter in der Altersklasse der über 18-Jährigen den Pokal im Nachtschwimmen von 22 bis 6 Uhr mit 10 000 Metern. "Es waren 24 Grad Wassertemperatur. Doch nach einer Weile war ich ganz froh, dass mich Andreas Krüger mit Späßen in dieser Schwimmnacht erfreute und bei Laune hielt", ließ er wissen.

Sein Sohn Theo schwamm in der Nacht 1000 Meter und insgesamt sicherte er sich mit 10 600 Metern den Pokal für die bis Zehnjährigen. "Neben mir schwamm einer, den ich schlagen wollte. Dass ich dann noch 100 Meter mehr als Vati geschwommen bin, freut mich auch besonders", erzählte er.

Karla Fornoville, Gemeindevertreterin in Tröbitz und Carola Jann-Lück von der Wasserwacht in Falkenberg hatten bereits im vorigen Jahr die Idee gehabt, dieses 24-Stunden-Schwimmen im Freibad Tröbitz zu organisieren. Damals war die Vorbereitungszeit zu kurz. Nun hatte es geklappt und die Resonanz war riesig. "Mit 96 Startern und so viel Unterstützung hatten wir nicht gerechnet. Wir sind insgesamt 445,3 Kilometer geschwommen, nachdem Bürgermeister Gantke und Amtsdirektor Dommaschk als Startschwimmer um 10.06 Uhr fungiert hatten", freuten sie sich. Die meisten Meter (15 400) schwamm Sybille Zipke.

Cordula Koch aus Bönitz war für ihre Mannschaft "Haubentaucher", Mitarbeiter der Firma Etapart und deren Kinder, gestartet und sicherte sich mit 9000 Metern einen Bronzepokal. "Wir hatten in der Firma unser Lager aufgeschlagen. Ich wollte den inneren Schweinehund überwinden, austesten, wie weit der mich lässt und dann noch etwas zulegen. Nachts war es dann ganz gut, unter die heiße Dusche zu kommen. Ich bin sehr zufrieden", erzählte Cordula Koch.

Lisa Wildemann aus Senftenberg hatte die ganze Samstagnacht für ihre Chemieklausur gelernt. Doch gegen fünf Uhr setzte sie sich in Senftenberg in ihr Auto und fuhr nach Tröbitz. Gegen 6.30 Uhr stieg sie ins Wasser und schwamm durchweg 7100 Meter und sicherte sich bei den 18- bis 25-Jährigen den Silberpokal.

Der Amtsausschutzvorsitzende Daniel Mende fand die Beteiligung und Atmosphäre genial. "Ich rufe alle Bürgermeister und Gemeindevertreter der amtsangehörigen Gemeinden auf, im nächsten Jahr mit einer eigenen Mannschaft an den Start zu gehen", forderte er voller Begeisterung.

Karla Fornoville und Carola Jann-Lück versprachen: "Es gibt auf jeden Fall eine Fortsetzung."