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Handwerk lebt
Töpfer Klausch will seine Kunst weiter vermitteln

Kathrin Wagner, Dr. Chris Neiße, Birgid Schaub und Steffi Wagner (v.l.) kamen aus Luckau zu Töpfer Detlef Klausch (hinten stehend) nach Crinitz, um Figuren aus Ton zu fertigen und brennen zu lassen.
Kathrin Wagner, Dr. Chris Neiße, Birgid Schaub und Steffi Wagner (v.l.) kamen aus Luckau zu Töpfer Detlef Klausch (hinten stehend) nach Crinitz, um Figuren aus Ton zu fertigen und brennen zu lassen. FOTO: Böttcher Gabi / LR
Crinitz. Der Profi in Rente wirbt mit Leidenschaft für Crinitz. Von Gabriela Böttcher

Obwohl Töpfer Detlef Klausch bereits im Jahr 2008 sein Gewerbe abgemeldet hat, will er die traditionelle Handwerkskunst auch als Rentner weiter vermitteln. Gern geht er in Kinder-, Senioren- und andere interessierte Gruppen und will dazu beitragen, dass das Töpferdorf lebt. In dieser Woche waren Dr. Chris Neiße, Birgid Schaub sowie Kathrin und Steffi Wagner von der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung der AWO aus Luckau nach Crinitz gekommen. Sie fertigten Figuren aus Ton an, die von Detlev Klausch gebrannt werden. Sollten die Frauen noch einmal in die äußerst urige, nicht beheizte Werkstatt des Töpfers kommen, dann nur im Sommer, wie sie betonten. Wenn auch durchgefroren, so verließen sie doch mit erfülltem Plan die seit 1861 zu Crinitz gehörende Steinzeugtöpferei. Den Kontakt hatten die Frauen beim Weihnachtsmarkt in Luckau geknüpft. Dank Detlef Klauschs  Unterstützung können sie nun eine Tradition fortsetzen  und Menschen eine Figur aus Ton mit auf ihre letzte Reise geben.