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Time-for-Trinity-Gottesdienst wirbt für das Ausharren

Die Time-for-Trinity-Band: Musik spielt in dem etwas anderen Gottesdienst eine große Rolle.
Die Time-for-Trinity-Band: Musik spielt in dem etwas anderen Gottesdienst eine große Rolle. FOTO: Franziska Dorn
Finsterwalde. Sie haben sich lange nicht gesehen, und es steht etwas zwischen den beiden Brüdern: Ein Betrug. Nun hat der Jüngere Angst: Wie wird ihm sein älterer Bruder begegnen? Die Bibelgeschichte von Esau und Jakob lieferte in diesem Jahr die Essenz für den etwas anderen Gottesdienst in Finsterwalde, der unter dem Thema "Unterwegs ankommen" stand. pm/blu

Mehr als 200 Menschen folgten der Einladung zu Time-for-Trinity vor wenigen Tagen in Finsterwalde.

Wie gewohnt sind die Gäste mit einem Theaterstück auf das Thema eingestellt worden. Schwerer Betrug, mit einer Schuld leben, sich versöhnen ohne Gerechtigkeit herzustellen - schwere Kost bietet die Bibel mit der Brudergeschichte, die in Finsterwalde von den sechs Schauspielern in das Blickfeld gerückt wurde. Über Esau und Jakob und die Folgen ihres Handelns schlug Pfarrer Markus Herrbruck in seiner Predigt den Bogen zum "Hier und Jetzt". Nichts mehr aufschieben, den Moment annehmen, angekommen sein.

Für die Gottesdienstbesucher folgte der Praxistest. Im Tausch gegen eine Linsensuppe wurde ihnen in der Pause dann so manches Versprechen abgerungen. Texte wie "Ich werde heute noch mit meiner Steuererklärung beginnen", "Ich werde meine Schwester besuchen" oder "Ich mache ab sofort mehr Sport" waren später auf den Zetteln zu lesen.

Mit bekannten und neuen Liedern sowie Instrumental-Stücken schaffte die Time-for-Trinity-Band die passende Atmosphäre. Eine musikalische Gastrolle hatte in diesem Jahr Chantal Skadock inne, die, begleitet von Chris Poller, mit Coversongs und eigenen Liedern reichlich Stoff zum Nachdenken mit auf den Weg gab.