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| 12:04 Uhr

Vor der spektakulären F 60-Kulisse
Die Formel eins der Sportholzfäller in Elbe-Elster

Danny Mahr und Jan-Philipp Stumpe machen Lust auf spektakuläre Holzfällerwettbewerbe am 21. Juli an der F 60.  Fotos: Jürgen Weser
Danny Mahr und Jan-Philipp Stumpe machen Lust auf spektakuläre Holzfällerwettbewerbe am 21. Juli an der F 60. Fotos: Jürgen Weser FOTO: Jürgen Weser
Lichterfeld. Beim Timbersports F 60 Cup fliegen am Samstag, 21. Juli, in Lichterfeld (Elbe-Elster-Kreis) die Späne. Von Jürgen Weser

Zum dritten Mal messen sich Deutschlands beste Sportholzfäller vor der spektakulären ehemaligen Bergbau-Kulisse in Lichterfeld. Auf dem Gelände des Besucherbergwerks F 60 kämpfen die Sportler mit Zugsäge, Axt und Motorsäge um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft am 18. August in Deggendorf. Dazu gibt es zwei Premieren beim dritten F60 Cup. Erstmals starten Frauen und Nachwuchssportler (Rookies) in eigenen Wettbewerben.

Beim Vorstellen der Wettbewerbe demonstrierte in dieser Woche mit Danny Mahr einer der besten deutschen Sportholzfäller sein Können. Auch Jan-Philipp Stumpe aus Strausberg, der seit dem vergangenen Jahr wettkampfmäßig unterwegs ist, stellte seine Fähigkeiten unter Beweis. Ungeplant erlebte eine Guteborner Grundschulklasse vom Werkstattwagens aus das Spektakel als Höhepunkt des Wandertages zur F 60.

Julia Benkel-Teubner als PR-Beraterin für Stihl und Christin Rathke als Koordinatorin der deutschen Timbersports-Serie freuen sich auf den Cup im reizvollen F 60-Ambiente. Für André Speri als Geschäftsführer der F60 Concept GmbH wird der Cup ein spektakuläres Ereignis für die Zuschauer. Einen Eindruck davon bekamen Beobachter schon am Dienstag vermittelt, als Jan-Philipp Stumpe die zwei Meter lange Zugsäge beim Single Buck scheinbar spielerisch durch die Weymouth-Kiefer schnurren ließ und in kürzester Zeit eine Scheibe (Cooki) vom 46 Zentimeter starken Stamm abtrennte. Dass dies überhaupt nicht so spielerisch geht, merkte André Spriewald beim Gästeversuch. Gutes Zusammenspiel von Beinen, Armen und dem gesamten Oberkörper sowie Kraft und Technik des Sportlers sind notwendig und nur durch intensives Training erreichbar.

Zuvor ließ Danny Mahr seine 600 Euro teure und besonders scharfe Spezialaxt in das 30 Zentimeter dicke Pappelholz krachen. Kraftvoller Schwung und Präzision sind in der Disziplin Standing Block Chop gefragt, um den senkrecht verankerten Holzblock von beiden Seiten zu durchschlagen. Weniger als 20 Sekunden sollte es im Wettkampf dauern, um Siegchancen zu haben.

Schließlich gab es beim Vorführ-Event noch mächtig was auf die Ohren. Deshalb wurden Ohrstöpsel verteilt und die Kids auf ihren entfernten Zuschauerplätzen hielten sich die Ohren zu. Grund dafür war die Hot Saw Disziplin als Abschluss des Sechskampfes für die Sportholzfäller. Danny Mahr beherrscht souverän die extrem getunte 30 Kilogramm schwere Motorsäge mit einer Leistung von fast 80 PS. Drei sogenannte Cookis gilt es schnellstmöglich und sauber in einem Bereich von 15 cm von einem waagerechten Stamm abzusägen.

Danny Mahr beherrscht souverän die extrem getunte 30 Kilogramm schwere Motorsäge mit einer Leistung von fast 80 PS.
Danny Mahr beherrscht souverän die extrem getunte 30 Kilogramm schwere Motorsäge mit einer Leistung von fast 80 PS. FOTO: Jürgen Weser

Ein bisschen wirkt das gesamte Spektakel wie Wild-West. Aber natürlich gibt es kein Kettensägenmassaker, denn der Wettbewerb läuft nach genauen Regeln ab und Sicherheit wird großgeschrieben. Außerdem sind die Sportler „coole Typen, sympathisch, authentisch und publikumsnah“, hat André Speri die Erfahrung gemacht. Der Holzfällerwettbewerb begann um 1870 in Tasmanien, seit 1985 gibt es ihn in den USA als Sportart, 2001 kam er nach Europa, im Jahr 2005 wurde die erste Weltmeisterschaft mit 24 Ländern ausgetragen.

Freuen dürfen sich Besucher des F60 Cups am 21. Juli auf spektakuläre Wettbewerbe und auf ein Highlight abseits der Holzfäller-Bühne. Offroad-Fans können den Gelände-Parcours um das ehemalige Bergwerk im neuen VW Amarok V6 testen. Die Wettkämpfe beginnen 14 Uhr, ab 12.30 Uhr ist das Gelände geöffnet. Tickets kosten im Vorverkauf (www.adticket.de und www.reservix.de) 15 Euro, für Besucher zwischen 11 und 17 Jahren 7,50 Euro. Für Kinder bis 10 Jahren ist der Eintritt frei. VIP-Tickets sind für 35 Euro zu haben.