| 18:58 Uhr

The Heartbreakers sind EE-Talent-Sieger

The Heartbreakers haben den EE-Talent-Contest gewonnen.
The Heartbreakers haben den EE-Talent-Contest gewonnen. FOTO: ikk1
Sonnewalde. Vier Tage Kultur- und Heimatfest sind geschafft. Für jeden war etwas dabei. Das Wetter schlug Kapriolen, schickte Wind und Starkregen vorbei und vermieste den Machern den Sonntag bis in den frühen Abend. Die echten Fans hielt es jedoch nicht ab, das Fest zu besuchen und so manche Veranstaltung zu erleben. Ivonne Kommolk / ikk1

Nachdem am Freitag 55 Schüler der Bläserklassen der Sonnewalder Grundschule und Bürgermeister Werner Busse (CDU) das Fest eröffnet hatten, startete der Familientag der Schausteller. Zu ermäßigten Preisen konnten die Kinder nach Herzenslust Karussell fahren.

Abends lockte dann das erste Highlight gut 400 Gäste zur Bühne - der Elbe-Elster-Talentcontest. Fünf Teilnehmer, allesamt Musiker, stellten sich dem Publikum, das am Ende als Jury fungierte. Zuerst kam die Band The Heartbreakers auf die Bühne und begeisterte das Publikum unter anderem mit Songs wie "Sugarman" oder "I will survive" in einer Punkversion. Ihnen folgte der 19-jährige Rückersdorfer Dustin Engelmann, der mit Songs von Whitney Houston oder Christina Aguilera seine Fans gefangennahm. Fever nennt sich eine junge Finsterwalder Band aus sechs Leuten, die hauptsächlich aus Schülern der 8. Klasse besteht. Ihre fünf Songs kamen aus dem Bereich Pop, Rock und Reggae. Ein Duo bildeten Estelle Böhnke und Nadine Schieche als Estelle & Nadine. Letztere stellte ihren selbst geschriebenen Song "Wenn es so leicht wär" vor und erntete dafür großen Applaus. Als fünfter Teilnehmer gab es mit Pseiko einen inzwischen alten Bekannten zu sehen. Mit seinen Songs "Kinder dieser Stadt" oder "Bruder" brachte er das Stimmungsbarometer weit nach oben.

Gewonnen haben am Ende The Heartbreakers aus Finsterwalde. Sie kassierten für den ersten Preis 250 Euro von den Finsterwalder Stadtwerken. Thomas Bubner von der gleichnamigen Bäckerei vergab 150 Euro an Fever, auch aus Finsterwalde. Der dritte Platz, gesponsert von Christine Trenck vom Sonnewalder Edeka-Markt, ging an Estelle & Nadine.

The Heartbreakers haben sich über die Kreismusikschule Gebrüder Graun gefunden und spielen seit September 2016 zusammen. Gemeinsam waren sie schon auf Konzertreise in Montataire (Frankreich). Sie finden die Musik, die sie machen, "echt geil", wie sie sagen. "Unsere Musikrichtung nennen wir Pfronk. Ist so unser eigenes Genre. Man kann uns übrigens buchen, für Geburtstage oder Hochzeiten und so. Einfach bei Facebook nach uns suchen", gibt Sängerin Lena Ermler Auskunft.

Am Samstag standen die Fußballer und Schausteller im Mittelpunkt. Abends erfreute die Band Saitensprung die tanzfreudigen Gäste.

Obwohl der Sonntag wettertechnisch mehr als ungemütlich startete, fanden sich pünktlich zu Beginn der 4. Brandenburgischen Bierolympiade doch noch stimmungsfreudige Besucher ein, die die vier Teams Bankerl Buben, Team Jürgen, RCC Sonnewalde und Brauhaus Finsterwalde unterstützten. Markus Klosterhoff vom Finsterwalder Brauhaus hatte sich neben dem berühmten Bierkistenstapeln und Staffeltrinken noch drei weitere knifflige Spiele ausgedacht. Beim Bierfasslaufen musste ein 63-Kilogramm schweres Fass von ein beziehungsweise zwei Männern geschleppt werden. Das Ganze auf Zeit. Team Jürgen entschied das ganz klar für sich. Beim Flaschenumfüllen gewann die Mannschaft vom RCC Sonnewalde. Tennisbälle in ein Bierfass werfen und Staffeltrinken konnte wiederum das Team Jürgen am besten. Unentschieden lief es hingegen beim Bierkistenstapeln. Team Brauhaus und RCC Sonnewalde schafften, jeweils unglaubliche 21 Kisten in schwindelerregende Höhen zu schichten. Das Publikum gab begeisterten Beifall. Selbst ein Stechen zwischen den zwei besten Mannschaften am Ende des Wettbewerbs ergab wieder nur ein Unentschieden, so dass das Olympische Komitee in Person von Markus Klosterhoff für zwei erste und zwei zweite Plätze entschied.

Der Abend klang aus mit der Band Scarlett und einem Feuerwerk. Der Montag gehörte im Großen und Ganzen noch einmal den Schaustellern. Ortsvorsteher Axel Große ist zufrieden mit dem Verlauf des Festes. Dennoch: "Wir werden an einem neuen Konzept basteln. Die Zuschauerzahlen können durchaus noch steigen. Für das Wetter kann aber keiner. An der Anzahl der Festtage werden wir nichts ändern."