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Tennislegende Inge Goßlau geehrt

Die Pokalsieger als beste Sportler 2015 im Elbe-Elster-Kreis: Nachwuchssiegerin Maxi Schadock (vorn 3.von links), rechts daneben Simone Glenz und Volker Valentin, hinten 2. von rechts Nachwuchssieger Franz Timmermann. Dazu die Vertreter der Fußball-Mannschaft vom VfB Hohenleipisch und der Nachwuchs-Kreisauswahl Fußball. Links im Bild: KSB-Vorsitzender Detlev Leissner.
Die Pokalsieger als beste Sportler 2015 im Elbe-Elster-Kreis: Nachwuchssiegerin Maxi Schadock (vorn 3.von links), rechts daneben Simone Glenz und Volker Valentin, hinten 2. von rechts Nachwuchssieger Franz Timmermann. Dazu die Vertreter der Fußball-Mannschaft vom VfB Hohenleipisch und der Nachwuchs-Kreisauswahl Fußball. Links im Bild: KSB-Vorsitzender Detlev Leissner. FOTO: jgw1
Finsterwalde. Mit einer emotionalen Veranstaltung ehrte der Kreissportbund Elbe-Elster am Montagabend im Finsterwalder Alt-Nauendorf erfolgreiche Sportler des Landkreises. Beste Sportler des Jahres 2014, weitere dreißig Einzelsportler und zehn Mannschaften wurden ausgezeichnet. Dazu gab es erstmals die Ehrung für ein sportliches Lebenswerk. Jürgen Weser / jgw1

Mehr als 200 Sportlerinnen und Sportler erlebten die Auszeichnungsveranstaltung mit sportlich-kultureller Umrahmung gemeinsam mit EE-Sportchef Letlev Leissner, mit dem Kreistags-Vorsitzenden Thomas Lehmann, mit Thomas Hettwer als Vorsitzender der EE-Sparkassenstiftung. Frank Zimmermann als stellvertretender Bürgermeister der Gastgeberstadt und Beate Schreiber von der Volksbank Elsterland.

,,Ganz schön schwer das Ding", war Maxi Schadock überrascht, als sie den Pokal als beste Sportlerin des Jahres im Nachwuchsbereich überreicht bekam. Als Jüngste gehört die elfjährige Leichtathletin vom ASC Grün-Weiß Finsterwalde zu den sechs Siegern der Wanderpokale als Sportler des Jahres. Als Pokalsieger bei den Jungen entschied sich die Jury unter Regie von Detlev Leissner für Franz Timmermann vom Radsportverein Finsterwalde, dazu für die Nachwuchs-Kreisauswahl Fußball U 14. Nach 2011 zum zweiten Mal ging der Pokal bei den Männern an den Sportschützen Volker Valentin von der Privilegierten Schützengilde Finsterwalde. Gleich behalten durften die Judosportlerin Simone Glenz vom Uebigauer Sportbund und die Männer Fußballmannschaft vom VfB Hohenleipisch 1912 ihre Pokale. Sie wiederholten unangefochten den Vorjahreserfolg.

Maxi Schadock, die nach sportlichem Start bei der Finsterwalder Turnerschaft erst 2013 mit der Leichtathletik begann, steht am Beginn ihrer Sportlerlaufbahn mit zwölf Siegen auf Landesebene in einer starken Altersklasse. ,,Landesmeisterin werden und 4,40 Meter in meiner Lieblingsdisziplin Weitsprung" hat sie sich vorgenommen. An seinen mehrfachen Erfolg als Landesmeister im Radsport möchte Franz Timmermann anknüpfen und ,,den fünften Platz bei der Deutschen Meisterschaft" verbessern. Hoch hängen die Trauben für Volker Valentin. Nach seinem im vergangenen Jahr errungenen Weltmeistertitel mit der Steinschlosspistole will er 2015 im portugiesischen Barcelas Europanmeister in mindestens einer Disziplin werden. ,,Es wird nicht einfacher, denn es gibt bei uns keine Altersklassen." Ganz ehrgeizig zeigt sich die erfolgreiche Judofrau Simone Glenz. ,,Nach Deutschem Meistertitel, Vizetitel bei der EM in Prag und einem 3. Platz bei der WM in Malaga 2014 möchte ich 2015 das Tripel in meiner AK Ü 30. Dafür trainiere ich in Oranienburg, wo ich wohne, und in meinem Uebigauer Heimatverein hart", erzählt die sympathische Sportlerin. Das Tripel als EE-Pokalsieger wollen die Fußballer vom VfB Hohenleipisch um Martin Nitzschner einfahren. Schließlich sind sie auf den Fußballplätzen des Landkreises derzeit in der Pool-Position.

Besonders groß war die Freude bei der Finsterwalder Tennislegende Inge Goßlau. Erstmals hatte der KSB einen Auszeichnung für das sportliche Lebenswerk ausgelobt. Schon Anfang der 1950er Jahre fuhr sie als Inge Drangosch DDR-Meistertitel und internationale Erfolge ein. Ihr Pech war, dass Tennis in der DDR nicht zu den geförderten Sportarten gehörte. 61jährig konnte sie 1996 den BMW Cup auf Kreta gewinnen. Noch heute ist Inge Goßlau Motor und Vorbild im Finsterwalder Tennisverein.

Leider, so Detlev Leissner, gab es von den Sportvereinen erstmals keine Vorschläge für die Ehrung im Fair-Play-Bereich. Überhaupt sei die jetzt praktizierte Form der Auswahl zur Sportlerehrung über ein Losverfahren ,,noch nicht der Königsweg". Dreißig Vereine konnten diesmal Auszeichnungsvorschläge unterbreiten. Nur die Entscheidung über die Pokalsieger als beste Sportler des Jahres erfolgt unter allen Vereinen und Sportlern durch Juryentscheidung. ,,Wir müssen mit den Vereinen zur Sportlerehrung noch einmal ins Gespräch kommen", nimmt Leissner den KSB-Vorstand in die Pflicht. Kreistagsvorsitzender Thomas Lehmann hatte in seinem Grußwort allen 187 Vereinen mit 11 500 Mitgliedern im Landkreis für ihre Arbeit gedankt. 56 000 Euro stünden an kreislichen Fördermitteln 2015 zur Verfügung. Wie bunt das sportlich-kulturelle Leben im EE-Kreis ist, zeigten Schau-Vorführungen der Finsterwalder Turnerschaft, der Falkenberger Tanzmäuse und von ArTaS Finsterwalde.

Für ihr sportliches Lebenswerk geehrt: Inge Goßlau.
Für ihr sportliches Lebenswerk geehrt: Inge Goßlau. FOTO: jgw1