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| 17:12 Uhr

Kriminalität
Telefon-Betrüger will Stolzenhainer übers Ohr hauen

Ein Telefon-Betrüger hat laut Polizeimeldung am Mittwoch, 7. Februar, sein Unwesen in Stolzenhain (Landkreis Elbe-Elster) getrieben. Er gab sich als Kriminalbeamter aus und versuchte auf der Suche nach vermeintlichen Zeugeninformationen persönliche Informationen der Angerufenen auszuspionieren. (Symbolfoto)
Ein Telefon-Betrüger hat laut Polizeimeldung am Mittwoch, 7. Februar, sein Unwesen in Stolzenhain (Landkreis Elbe-Elster) getrieben. Er gab sich als Kriminalbeamter aus und versuchte auf der Suche nach vermeintlichen Zeugeninformationen persönliche Informationen der Angerufenen auszuspionieren. (Symbolfoto) FOTO: Andrey Popov / Andrey Popov - stock.adobe.com
Stolzenhain. Ein Telefon-Betrüger hat am Mittwoch sein Unwesen in Stolzenhain (Landkreis Elbe-Elster) getrieben. Er gab sich als Kriminalbeamter aus und versuchte auf der Suche nach vermeintlichen Zeugeninformationen persönliche Informationen der Angerufenen auszuspionieren.

Am Mittwoch sind mindestens fünf Anwohner der Saathainer Straße zwischen 12:30 und 13 Uhr Anrufe von einem Betrüger. Ein bisher unbekannter Mann gab sich als Kriminalbeamter aus und gab an, dass eine ausländische Bande festgenommen worden sei. In diesem Zusammenhang versuchte der Betrüger Informationen zu den Lebensumständen und den Kontodaten der Angerufenen zu erfragen. Hierbei wurde jeweils die Rufnummer 03533 60501 im Telefon angezeigt. Diese ist ähnlich der öffentlichen Einwahl des Polizeireviers Elsterwerda (Original 035533 6050). Die Angerufenen reagierten in allen Fällen souverän und gaben keine Informationen zu ihren Lebensverhältnissen heraus. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Immer wieder und unter verschiedensten Legenden werden besonders Senioren um ihr Erspartes gebracht. Ob „Enkel“, „Neffe“, „Nichte“ oder auch „Polizist“, die Anrufer haben es immer auf Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände abgesehen. Vermeintliche Polizisten rufen an, hätten Hinweise auf Betrüger und benötigen die Mithilfe der Angerufenen. „Wir haben bei Betrügern einen Zettel mit Ihrem Namen gefunden und brauchen Ihre Hilfe!“, so oder so ähnlich versuchen Betrüger die Angerufenen zu bewegen, Schmuck und Wertgegenstände „für Untersuchungen vorrübergehend auszuhändigen“ oder erfragen auch Kontoverbindungen. Dabei wird sogar die Telefonnummer manipuliert, sodass im Display ein tatsächlich existierender Polizeianschluss vorgegaukelt wird, manchmal auch die Notrufnummer 110.

Aber auch an der Haustür klingeln angebliche „Polizisten“, wollen wegen Einbrüchen in der Nachbarschaft ermitteln oder bieten Beratungen an und zeigen dabei gefälschte Dienstausweise vor. Auch hier ist höchste Vorsicht geboten, wenn sich jemand erkundigen möchte, „ob Ihr Geld/Schmuck sicher verwahrt ist?“. Betroffene sollten misstrauisch sein und den Unbekannten keine Informationen über Wertgegenstände oder Bargeld geben. Ruft jemand unter der Notrufnummer 110 an, können die Angerufenen sicher sein, dass ein Trickbetrüger am Werk ist.

In diesem Fall sollten betroffene sofort die richtige Polizei (Notruf 110) anrufen, wenn der Anruf verdächtig erscheint. Es wird empfohlen Anzeige bei der Polizei zu erstatten, auch wenn kein Schaden entstanden ist. Es gilt: Unbekannten Personen und auch der Polizei gegenüber an der Haustür misstrauisch sein und gegebenenfalls die zuständige Dienststelle oder den Notruf anrufen. Dort kann der Einsatz bestätigt oder Hilfe geschickt werden.

Mehr Informationen zu Betrugsmaschen und Betrugsversuchen im Land Brandenburg und den Umgang damit gibt es auf der Internetseite der Polizei.

(pm/lsc)