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| 14:32 Uhr

Sonnewalder Junge brilliert in Berlin
Fulminante Show des Tanzes

Tanzfreude pur bei „Souldance“ im Berliner Admiralspalast. Blick vom Rang auf das große Ensemble der Tänzer und die Bigband, mehr als 50 Akteure waren zeitweise auf der Bühne.
Tanzfreude pur bei „Souldance“ im Berliner Admiralspalast. Blick vom Rang auf das große Ensemble der Tänzer und die Bigband, mehr als 50 Akteure waren zeitweise auf der Bühne. FOTO: Gabi Böttcher
Berlin/Sonnewalde/Finsterwalde. Ein mitreißendes Fest des Tanzes erlebte am Freitagabend im Berliner Admiralspalast seine Weltpremiere. Zwei weitere umjubelte Vorstellungen folgten am Samstag und Sonntag. Mit „Souldance“ erfüllte sich Profitänzer Robert Beitsch, aufgewachsen in Sonnewalde, auch als Produzent und Choreograf einen Traum. Von Gabi Böttcher

Weltpremiere in der deutschen Hauptstadt. Und zudem an einem Ort, an dem am  10. Dezember 1912  das erste Tanzturnier in Deutschland und 1919 die erste Deutsche Meisterschaft stattfanden.  Für den in Sonnewalde im Landkreis Elbe-Elster aufgewachsenen Profitänzer Robert Beitsch hat sich mit der umjubelten Premiere seiner Show „Souldance“ am Freitagabend ein Traum erfüllt. Mit den ersten Takten der Bigband unter Leitung von Genya Ginzburg begann eine magische Reise. Im ausverkauften Haus  schien eine große Familie versammelt, die sich  durch Epochen von Musik führen und  von Tänzen verzaubern ließ, die sich vor ihren Augen in der Symbiose mit der Musik entfalteten. Mitreißend und mit weltmeisterlicher Leidenschaft und hochleistungssportlichem Einsatz dargeboten. Zudem souverän, mit Witz und Charme moderiert von Thomas Hermanns – einem Profi in seinem Metier und selbst wie weitere Promis an diesem Abend „angefixt“ von der Lust am Tanzen.  Das lässt selbst den tänzerischen Laien nicht unberührt.

Stürmisch der Applaus nach Nummern wie dem Flamenco, getanzt von Anastasia Bodnar und Raha Nejad, der auch Robert Beitsch besonders nahegeht. Den von Anastasia getragenen blauen Rock hatte er von einer Reise aus Andalusien mitgebracht, das rote Pendant wurde in Berlin geschneidert. Favorit der Show bei Mariola und Holger Beitsch ist der Contamporary, den ihr Sohn mit Anastasia Bodnar auf die Bühne bringt. Weltmeister Oliver Tienken legt mit Let’s dance-Starterin und Curvy-Model Angelina Kirsch einen Tango hin, der sich gewaschen hat. Heinrich Popow, Goldmedaillengewinner der Paralympics in London und Rio, lässt von seiner Dankbarkeit wissen, der Leidenschaft  der Bewegung aus der Emotion heraus Ausdruck geben zu können. Ein Wiedersehen gibt es bei der Premiere auch mit der Sängerin Sarah Lombardi.  Mit ihr hatte Robert Beitsch  bei seiner ersten Teilnahme vor den Kameras der Fernsehshow „Let’s dance“ im Jahr 2016 auf Anhieb den Vize-Rang erreicht.

Riesen Freude nach der Premiere der Show „Souldance“ am Freitagabend im Berliner Admiralspalast bei Robert Beitsch und seinen Eltern Mariola und Holger.
Riesen Freude nach der Premiere der Show „Souldance“ am Freitagabend im Berliner Admiralspalast bei Robert Beitsch und seinen Eltern Mariola und Holger. FOTO: Gabi Böttcher

In „Souldance“ zündeten 20 Paartänzer, unter ihnen drei mit Weltmeisterehren, das Souldance Orchester mit stimmgewaltigen Sängern sowie prominente Gäste einschließlich des Moderators ein Feuerwerk bester Unterhaltung.  Im Hintergrund drückten Freunde und Familie und nicht zuletzt die Fangemeinde des TSV Sängerstadt Finsterwalde, wo Robert Beitschs tänzerische  Karriere begonnen hatte, die Daumen. Mutter Mariola sorgte schon seit Donnerstag dafür, dass das Catering für die 65 Akteure der Show zum Gelingen des Projektes beitrug.

Bei der After Show Party von „Souldance“ am Freitag im Admiralspalast gratulierten viele Freunde dem  Multitalent Robert Beitsch und dessen Familie. Zu ihnen gehörte auch Jana Jähnig (r.), Roberts frühere Grundschullehrerin in Sonnewalde.
Bei der After Show Party von „Souldance“ am Freitag im Admiralspalast gratulierten viele Freunde dem Multitalent Robert Beitsch und dessen Familie. Zu ihnen gehörte auch Jana Jähnig (r.), Roberts frühere Grundschullehrerin in Sonnewalde. FOTO: Gabi Böttcher

Robert Beitsch, Produzent, Choreograf und Tänzer in einer Person, ist nach umjubelter Premiere „stolz und überglücklich“. Doch schon sein nächster Gedanke verweist in Bescheidenheit auf  „viel Luft nach oben“, die es bei der Umsetzung noch gegeben habe. „Let’s dance“-Kollege und Profitänzer Massimo  Sinato mit fachlichem Urteil nach der Show: „Souldance ist eine mit sehr viel Seele, mit Herzblut und Engagement gemachte Show. Sie zeigt die vielfältige Welt des Tanzes. Eine wunderbare Reise.“

Schade, dass diese Reise nach drei Abenden im Admiralspalast zu Ende sein soll.  Von Robert Beitschs künftigen Reisen in der Welt des Tanzes kann man wohl hingegen noch eine Menge erwarten.