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| 13:46 Uhr

Interview mit Robert Beitsch
Seele des Tanzes unter Sternen

Die Proben für „Souldance“ im Admiralspalast laufen auf Hochtouren.  Robert Beitsch (l.) bringt ein hochkarätiges Ensemble auf die Bühne.
Die Proben für „Souldance“ im Admiralspalast laufen auf Hochtouren. Robert Beitsch (l.) bringt ein hochkarätiges Ensemble auf die Bühne. FOTO: Inszene / Ugur Yarar
Beim TSC Sängerstadt startete Robert Beitsch (26) als Kind in seine spätere Profikarriere. Jetzt präsentiert er im Admiralspalast seine erste eigene Show – am 21. , 22. und 23. September. Von Gabi Böttcher

Nur noch wenige Tage sind es bis zur Premiere Ihrer Show „Souldance“ am 21. September im Berliner Admiralspalast. Schon aufgeregt?

Ja! Ich träume fast jede Nacht von der Show. Kaum zu glauben, was so ein Jahr Training und Proben mit den unterschiedlichsten Leuten mit sich gebracht hat. Es gab etliche Proben, Promoshows durch die Stadt, das Team hat sich kennengelernt und gefestigt, es gab auch Neid und Streit, genauso wie Ängste und Blockaden.

Das Konzept für die Show ist über Jahre in Ihrem Kopf gereift. Seit wann arbeiten Sie an der Umsetzung?

Die ersten Säulen der Show wurden im Mai 2017 niedergeschrieben: Paartanz. Live-Musik. Klasse. Leidenschaft. Humor. Mit diesen fünf Säulen kam es zu einer Geschichte, der Geschichte des Paartanzes, bis hin zu einer kleinen Philosophie. Denn mit jedem der Darsteller, Helfer, Techniker, Ticketanbieter, Schneider und und und tanzt man nicht nur Rumba, sondern auch Paso Doble, und muss sich als Torero in einer Arena durchsetzen.

Sie möchten die ganze Seele des Paartanzes – beginnend in den Goldenen Zwanzigern bis hin zu einer neu erschaffenen Choreografie des 21. Jahrhunderts – auf die Bühne bringen. Dafür braucht man eine exzellente Truppe …

Jawohl. Wir haben grandiose Leute im Hintergrund, ohne die solch eine Show nie möglich wäre. Ganz großes Lob geht an unsere Techniker von Elephant Event Production, die uns Polarnächte, Sternenhimmel und Feuer ermöglichen. Natürlich mit Brandwache im Saal. Genau so wie mein Marketing und Management und natürlich der Admiralspalast. Sie alle stärken mir vor allem auf den letzten Metern den Rücken. Aber vor allem geht Lob an die Tänzer, die von Anfang an dabei waren und an die Vision dahinter glauben und sich seit Dezember vorbereiten. Ebenso die Band unter Leitung von Genya Ginzburg, der 15 Weltklasse-Titel für das Ensemble arrangiert hat. Diese Künstler machen die Show zu einer unvergesslichen einmaligen Show, die die Seele des Paartanzes in allen Facetten auf die Bühne bringt.

Wer Sie, den Sonnewalder Jungen – wie wir in Ihrer Heimat gern sagen – tanzen sehen möchte, was kann der erwarten?

Der kann auf jeden Fall den Sonnewalder Jungen erwarten. Die Welt der Paartänze ist eine sehr eigene. Mir manchmal zu fein und etepetete. Aber da steckt ganz viel drin. Ich habe immer versucht, die Essenz der Tänze zu entdecken, und den Schnick Schnack rauszulassen. Aber ich werde auch den einen oder anderen Schnick Schnack auf der Bühne tragen. Auf dem Fahrrad und weiteres ...

Was kann oder muss in den letzten Tagen vor der Show noch geprobt, gewerkelt, vorbereitet werden?

Endspurt heißt Feinschliff. Die letzten Choreos werden geschliffen, die letzten Stiche gesetzt. Und vor allem die Übergänge präzise geregelt. Denn es soll ein spannender Film durch die Welt der Paartänze sein. Nur halt live. Da kann alles passieren. Das ist das schöne am Theater.

Sie haben sich für diese Show über Monate als Produzent, Choreograf und Tänzer gefordert. Was von alledem war am schwersten, was hat am meisten Spaß gemacht?

Das eine schließt das andere nicht aus. Das Tanzen und Choreographieren war und ist das schwerste, aber auch das, was am meisten Spaß macht. Mir hat es immer Freude gemacht, mich körperlich zur Bestform zu bringen, und vor allem aus anderen Tänzern alles rauszuholen. Das schwierigste ist der Stau in Berlin, der mir so manche Stunden geraubt hat. Aber ich versuche es positiv zu nehmen. Da konnte ich an roten Ampeln weiter über die Choreographien nachdenken.

Können Sie die Zuschauer noch ein wenig neugierig machen: Welcher Moment ist für Sie der berührendste in der Show?

Wir sind ja auf den Spuren des Paartanzens. Und da gibt es eine Nummer, die alles auf den Kopf stellt. Wir haben in den Proben schon alle Gänsehaut bekommen. Das wird grandios. Das muss man erleben.

Sie sagten vor Monaten, dass Sie den Admiralspalast an allen drei Tagen am liebsten voller Gäste aus der Lausitz hätten. Ein Bus des TSC Sängerstadt rollt auf alle Fälle am Sonntag an …

Ja! Es ist einfach toll zu wissen, dass so viele Leute aus der Lausitz nach Berlin kommen, uns unterstützen und natürlich genießen. Wir sind uns dessen sehr bewusst und werden am Sonntag etwas Spezielles für die Lausitzer machen. Da können sich alle drauf freuen! Es wird eine oder einen Auserwählten geben ...

Mit Robert Beitsch
sprach Gabi Böttcher