Von Jürgen Weser

Der Denkmaltag unter dem diesjährigen Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Kultur“ hat am Sonntag in Finsterwalde eine Menge zu bieten. Nach der offiziellen Eröffnung um 9.30 Uhr im Sängerstadt-Gymnasium laden insgesamt 15 Einrichtungen in der Stadt zum Besuch ein.

In der Aula des Sängerstadt-Gymnasiums will eine Ausstellung den Finsterwalder Architekten und Baumeister Max Taut mit seinen Zeichnungen und Modellen zu Finsterwalder Bauten vorstellen. Ab 14 Uhr gibt es hier die Fachveranstaltung „Moderne in Finsterwalde“ mit Vorträgen und Podiumsdiskussion mit Planern und Bauherren der Region zum Thema „Bauhaus und Moderne“.

Stadtwerke-Geschäftsführer Andy Hoffmann und Lutz Müller vom Verein Lange Straße hoffen, dass es einen großen Ansturm auf den Wasserturm gibt. Dort ist von 10 bis 14  Uhr als Highlight die abgebrochene Wasserturmspitze in Form der Wassernixe zu sehen. Hintergrund ist die Spendenaktion für die Erneuerung der Wasserturmspitze, die vom Bürgerverein Lange Straße ins Leben gerufen wurde und bis zum Dezember weitergeführt wird.

Interessant dürfte es im Hotel zum Vetter unter dem Motto „100 Jahre Familientradition“ zugehen. Es gibt Rundgänge durch das traditionsreiche Haus und im Innenhof präsentieren sich ein Handwerkermarkt von Kunstschmiede über Bleiverglasung, Töpferei bis zu Messerschleiferei und das ehemalige Bekleidungsgeschäft von Hermiene Zapp lebt wieder auf.

In der ehemaligen Zigarrenfabrik Kirchhainer Straße 4 kann man einen Exkurs über Tafelparkette erleben, Bibliothek und Stadtarchiv sowie das Freizeitzentrum „White House“ gewähren Einblicke und gleich daneben das Feuerwehrmuseum, das ab 10 Uhr Feuerwehrgeräte aus dem abgebaggerten Dorf Gohra und die historische Fahne des Turnvereins Gohra zeigt.

Wie in jedem Jahr lädt das Kaufmannshaus „Ad. Bauer’s Wwe.“ mit seiner hundertjährigen Kaufmannsgeschichte über drei Etagen ein, mit Kaffeerösterei und einer Sonderausstellung zu 180 Jahre Fotografie.

Sebastian Arsand und Jens Puppe präsentieren in der „Alten Weberei“ in der Kjellberg-Straße moderne Kunst und Jesus Hernansanz zeigt in den Friedrichpassagen die vielfältigen Möglichkeiten von Naturfarben und die Möglichkeiten einer natürlichen Raumgestaltung.

Kinogeschichte können Interessierte bei Hausführungen im Weltspiegel erleben, das Sänger- und Kaufmannsmuseum an der Langen Straße zeigt derweil die Sonderausstellung „Fontanes Illustrator. Alexander Duncker – Chronist brandenburgischer Adelswelten“ mit Lithografien brandenburgischer Schlösser.

Die Grundschule Nehesdorf präsentiert Modelle zum Umbau des Schulhofes, das Schützenhaus zeigt die eigene Geschichte und bietet Kaffee und Kuchen wie das Alte Stellwerk am Bahnhof, wo bei stündlichen Führungen die alte Technik vorgeführt wird.

Bereits am Abend des 7. September lädt der Verein Finsterwalder Heimatkalender zu einer Heimatsagennacht ab 19 Uhr in die Hainschänke ein und im Innenhof des Schlosses flimmert ab 20 Uhr die DEFA Produktion „Ein heißer Sommer“ aus dem Jahr 1967 von der Leinwand. Hauptdarstellerin Chris Doerk ist ab 19 Uhr zur Autogrammstunde anwesend.

Auf Stadtrundfahrt mit dem Architekturjournalisten Marcus Kurth können sich Interessierte am Sonntag ab 10.30 Uhr vom Rathaus aus im Bus zu herausragenden Werken von Architekten begeben (Anmeldung unter 03531 717830).