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| 19:21 Uhr

Tag der Vereine in Doberlug Kirchhain
Zumindest Großräschen überholt

 Sven Böhmichen aus Lindena und Lilly Voigt aus Doberlug strampeln für den Envia-Städtewettbewerb und überholen Großräschen.
Sven Böhmichen aus Lindena und Lilly Voigt aus Doberlug strampeln für den Envia-Städtewettbewerb und überholen Großräschen. FOTO: Ivonne Kommolk
Doberlug-Kirchhain. Beim Tag der Vereine in Doberlug-Kirchhain wurden knapp 205 Kilometer geradelt. Von Ivonne Kommolk

Sportlich begann der Tag der Vereine. Bereits um zehn eröffnete Bürgermeister Bodo Broszinski gemeinsam mit Bodo Taubert von der enviaM den Städtewettbewerb im Fahrradfahren. Natürlich ging es auch um einen guten Zweck. Zwei Projekte standen zur Abstimmung. Das war zum einen die Anschaffung neuer Trainings- und Spielbekleidung für alle Teams des Vereins FSV Grün-Gelb Doberlug-Kirchhain e.V. und zum anderen die Errichtung eines Fußball-Platzes. Antragsteller war hier die Deutsches Rotes Kreuz Flüchtlingshilfe Brandenburg GmbH.

Die Abstimmung gewonnen hat der Verein mit 91,48 Prozent der abgegebenen Stimmen. EnviaM und MITGAS sponsern pro gefahrenen Kilometer vier Euro, der FSV Grün-Gelb kann sich also über mindestens 800 Euro freuen. 400 Euro gibt’s dazu für die achttägige E-Bike-Challenge im Vorfeld – Bürgermeister Bodo Broszinski hatte dabei 102 Kilometer erfahren. Mit dem Ende des Wettbewerbs am 3. Oktober stehen die Platzierungen und damit die Gewinnsummen endgültig fest.

Aber auch sonst ging es beim Tag der Vereine recht (denk-)sportlich zu. Etwa vierzig Urkunden konnten an die Besucher vergeben werden, die es schafften, alle 13 Stationen abzuarbeiten, egal ob beim Torwandschießen, Spritzen mit dem Feuerwehrschlauch oder bei den unterschiedlichsten Quizaufgaben. Jeder anwesende Verein konnte sich irgendwie in das Tagesgeschehen einbringen.

Paul Fiebig, bei dem die Fäden zusammenlaufen: „An diesem Tag der Vereine gibt es eigentlich keinen Verein, der so richtig den Hut auf hat. Vertreter der einzelnen Vereine treffen sich, setzen sich an einen Tisch und dann wird die Sache rund gemacht. Jeder hilft mit, jeder bringt sich ein.“ Auf diese Weise ist auch für ein buntes Rahmenprogramm gesorgt. Der Fahr- und Reitverein Lindena und Umgebung e.V. unterhielt sein interessiertes Publikum auf Einladung vom Schlossförderverein mit einem Kranzreiten im Schlossgraben. Die Sängervereinigung Kirchhain und der Männerchor 1869 Doberlug begeisterten die Gäste musikalisch auf dem Schlosshof. Gemeinsam sangen sie die Brandenburg-Hymne „Märkische Heide“ und berührten damit auf ganz besondere Weise. So erging es auch Lutz Kilian vom Schlossförderverein, der den Tag der Vereine als eine wichtige Sache für die Stadt und vor allem auch für das Schloss einordnet. „Das ist schon eine schöne Geschichte. Und wenn man sich mal vorstellt: vor 25 Jahren haben uns alle noch für Fantasten gehalten – und wie schön sind das Schloss und sein Umfeld jetzt geworden. Bei uns im Schlossförderverein haben wir inzwischen 116 Mitglieder, und es macht total Spaß, hier etwas zu organisieren“, erzählt er begeistert, bevor er sich auf den Weg macht zur Vergabe der begehrten Pokale für die Sieger des Kranzreitens.

Eines ist am vergangenen Sonntag allerdings auch wieder einmal klar geworden: Jeder Verein der Stadt und des Umlandes hat seinen ganz eigenen individuellen Charakter und Inhalt, aber gemeinsam ist allen: Sie können nur bestehen und etwas bewegen, wenn Zusammenhalt da ist – und natürlich genügend Mitglieder. Vereinsleben bedeutet sicherlich auch viel Arbeit, aber vor allem Gemeinschaft, Teamgeist, Spaß und Erleben.

 Beliebtes Kranzreiten des Reit- und Fahrvereins Lindena im Schlossgraben.
Beliebtes Kranzreiten des Reit- und Fahrvereins Lindena im Schlossgraben. FOTO: Ivonne Kommolk