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Susanne Brosche ist eine Landärztin im besten Sinne

Haben gestern die Ärztin Susanne Brosche (3.v.r.) in den Ruhestand verabschiedet: Lothar Belger (3.v.l.), Andreas Dommaschk (2.v.r.), Peter Herrmann (2.v.l.) sowie die Arzthelferinnen Sandy Orlowsky (l.), Helga Zeidler (M.) und Antje Fischer (r.).
Haben gestern die Ärztin Susanne Brosche (3.v.r.) in den Ruhestand verabschiedet: Lothar Belger (3.v.l.), Andreas Dommaschk (2.v.r.), Peter Herrmann (2.v.l.) sowie die Arzthelferinnen Sandy Orlowsky (l.), Helga Zeidler (M.) und Antje Fischer (r.). FOTO: Heike Lehmann
Rückersdorf. Nach 50 Jahren und einem Monat geht die Fachärztin für Allgemeinmedizin Susanne Brosche – eine Institution in Rückersdorf – in den Ruhestand. An ihrem letzten Sprechtag haben neben Patienten und Kindern der Kita auch der Rückersdorfer Bürgermeister Lothar Belger, Amtsdirektor Andreas Dommaschk und der Oppelhainer Ortsvorsteher Peter Herrmann Danke gesagt und alles Gute für den nächsten Lebensabschnitt gewünscht. leh

Die ärztliche Versorgung in Rückersdorf ist gesichert. Schon seit etwa 20 Jahren hat Susanne Brosche die Praxis gemeinsam mit Tochter Birgit Bünger geführt. Sie wird sich weiter um die Patienten kümmern. Tochter Ulrike ist Ärztin in Bad Liebenwerda und Sohn Jörg hat eine Praxis in Weinböhla.

Susanne Brosche stammt aus Crinitz und hat 1966 ihre Fachausbildung im Krankenhaus Finsterwalde begonnen. "1968 hatte ich meine erste Sprechstunde im Rückersdorfer Betonwerk", erinnert sie sich. Bürgermeister Belger würdigt Susanne Brosche als Landärztin im besten Sinne: "Sie ist den Patienten nicht nur Ärztin, sondern auch Psychologin und Seelsorgerin. Mit höchstem Einsatz hat sie ihr höchstes Gut, ihre eigene Lebenszeit, für die Patienten investiert." 1993 hat sie gemeinsam mit Zahnarzt Reinhard Nitsche ein Mehrzweckgebäude der Gemeinde in der Bahnhofstraße gekauft und zum attraktiven Ärztehaus umgebaut.

Bis zum letzten Arbeitstag hat die Rückersdorfer Ärztin, die im vergangenen Jahr ihren 75. Geburtstag gefeiert hat, Hausbesuche und nächtliche Bereitschaftsdienste übernommen. Ihr Patientenstamm reicht weit über das Amt Elsterland hinaus. "Schönste Momente waren, wenn mich jemand umarmt hat, der gesund geworden ist, nachdem der Krebs rechtzeitig erkannt war", sagt die Medizinerin rückblickend.