Deutlich länger als das sommerliche Stundenschwimmen im Freibad gibt es das winterliche Stundenschwimmen im Fiwave, der Finsterwalder Schwimmhalle. Marlies Homagk berichtet: „Seit 1990 werden am zweiten Adventswochenende in Neptuns Stunde der Stunden-König und die Stundenkönigin gekürt, nachdem alle Teilnehmer 60 Minuten Non-Stop geschwommen sind. Fleißige Helfer tragen jede geschwommene Bahn mit Zeitangaben in spezielle Startkarten ein. So ist am Ende eine exakte Meter-Angabe zum Vergleich möglich.“

2019 kamen 41 Bewerber in die Schwimmhalle. Sie wurden von 24 Helfern bei der Anmeldung, beim Schwimmen, zur Siegerehrung und am Kuchenbuffet betreut.

Die Schwimmdauer reichte von 15 Minuten, 30 Minuten bis zu 60 Minuten. Die Jüngsten durften sich die 15 oder 30 Minuten auch teilen oder als Paarschwimmer absolvieren.

41 Starter schwammen 79,592 Kilometer

Alle 41 Starter schwammen in 1:45 Std. insgesamt 79,592 Kilometer! Bei den sechs 15-min-Schwimmern siegte Emily Strobelt mit 633 Metern bei den Mädchen und Ben Louis Klemm mit 570 Metern bei den Jungen.

Elf Starter trauten sich die 30 Minuten zu. Am weitesten kam Fynn Jungnickel mit 1805 Metern bei den Jungen und Clara Schneider mit 1675 Metern bei den Mädels.

Die Krönung gab’s bei den 15 Bewerbern über die 60 Minuten. Am Ende bekam Florian Fröschke die Krone aufgesetzt für seine bemerkenswerte 4767-Meter-Leistung. Florian hat im SV Neptun 08 seine Liebe zum Schwimmsport gefunden, die er seit drei Jahren in Dresden an der Sportschule vertieft. 2019 gelang ihm erstmalig ein Medaillen-Erfolg bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Und nun noch der Titel „Stundenkönig“ in der heimatlichen Schwimmhalle.

Die 2018er Stundenkönige (4170 m) Gustav Gärtner und Tom Werner konnten sich über deutliche Verbesserungen freuen . Gustav schwamm diesmal 4450 m und Tom 4180 m.

Stundenkönigin wurde Julia Heda mit 4063 Meter vor Meike Rothe und Samira Hoffmann, die beide 3835 Meter weit kamen.

Jeder Teilnehmer ging mit einer Urkunde und der Motivation, 2020 noch weiter zu kommen, nach Hause. Jeder Helfer hatte das Gefühl, seine Zeit für eine gelungene Sache investiert zu haben.