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Neues Format
Streicher begeistern im Finsterwalder Logenhaus   

Als jüngste Konzertmusikerin glänzte Jolina Große.
Als jüngste Konzertmusikerin glänzte Jolina Große. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Das Finsterwalder Kammermusikfestival hat bei seiner achten Auflage ein neues, zusätzliches Format an den Start gebracht. Drei Konzerte „Kammermusik Junior“ sollen besonders talentierten Musikschülern die Möglichkeit bieten, sich vor Publikum zu präsentieren. Der Start am Mittwoch verlief mit dem Streicherkonzert erfolgreich. Von Jürgen Weser

Musikschüler der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ zwischen zehn und zwanzig Jahren bewiesen, dass sie im klassischen Konzertbereich bestens ausgebildet sind. Unsicher waren sie mitunter nur noch beim Empfangen des Applauses vom Publikum.

Musikalisch überzeugte Jolina Große als jüngste Spielerin auf der Violine ebenso wie Lara Löser auf dem Violoncello, die im Herbst zum Musikstudium nach Tartu in Estland gehen wird. „Großartig, wie Jolina bereits alle Facetten ihres Instrumentes beherrscht“, lobte Geigenlehrerin Philine Jobst die Interpretation einer Sonatine von Dvorak durch ihre Schülerin, die mit ihren zehn Jahren bereits sechs Jahre Unterricht absolviert hat. Lara Löser variierte, begleitet von Festival-Organisatorin Johanna Zmeck, Mozarts Thema von „Männern, welche Liebe fühlen“ glänzend auf dem Violoncello.

„Aufgeregt sind wir nicht“, schmunzelte Evelyn Köpke selbstbewusst, die mit Johannes Schöne, Franz Krause und Carl Schwarz als Cello-Quartett dem Gesicht des diesjährigen Festivals, Edvard Grieg, mit lyrischen Stücken, bearbeitet von ihrem Lehrer Nassib Ahmadieh, gekonnt ihre Ehre erwiesen hatten. In die „Russische Fantasie“ von Portnoff führte Gazal-Marie Küzük auf der Violine. Viel Arbeit gab es für Musiklehrer Uwe Krause an diesem Abend als Begleiter am Klavier. Und zum Finale spielten Laetitia Pilz (Klavier) und Carl Schwarz (Cello) ihr komplettes Programm für den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“. Die beiden Achtklässler am Sängerstadt-Gymnasium demonstrierten mit Hindemith und Rachmaninow, welches großartige Repertoire sie unter Anleitung ihrer Musikschullehrer Johanna Zmeck und Nassib Ahmadieh erarbeitet haben und mit welcher Hingabe sie musizieren. „Nassib hat uns mit einer SMS aus den USA“, wo er gerade konzertiert“, viel Erfolg gewünscht, freute sich Carl Schwarz. Lob gab es von Johanna Zmeck und eine erste Manöverkritik. Schließlich wollen beide beim Landesausscheid in Potsdam erfolgreich sein.

Großartig fand das Ehepaar Pohle im Publikum alle Konzertbeiträge. „Stark, was hier an der Musikschule geleistet wird.“ Davon können sich Konzertbesucher am 14. März beim nächsten Junior-Konzert im Logenhaus überzeugen. Ab 18 Uhr sind bei den Bläsern ausschließlich zum Landesfinale delegierte Musikschüler im Einsatz und ehemalige Musikschüler, die sich jetzt im Musikstudium befinden. Dazu gehört Lars Flechsig aus Finsterwalde, der an der UdK in Berlin Musikpädagogik und Trompete studiert.