Im Mai sollen die Bauarbeiten für die Straßen südlich des Besucherbergwerkes F 60 beginnen. Wie Volker Krause von der Unternehmenskommunikation der LMBV mitteilt, befinde man sich derzeit noch im Vergabeverfahren. Zu früh sei es deshalb für Details und die Namen der bauausführenden Firmen. "Die Planungen jedoch stehen", so Krause.

Im Mai beginnen die Arbeiten im Abschnitt mit dem Bau einer Schottertrasse auf einer Länge von etwa 880 Metern im Rahmen der Grundsanierung. Diese Trasse werde später auch als Zufahrt für den Bau der Haldendrainagen-Entwässerung benötigt, heißt es seitens der LMBV.

Beginnend ab Juni wird die Straße westlich des Haldeneinschnittes gebaut. Zu diesem zweiten Bauabschnitt gehören auch die Vorbereitung der Aufstellfläche für den Bau des schwimmenden Hauses, die Kranaufstellfläche und das Rammen der Dalben. Die Straßenlänge betrage hier etwa 300 Meter.

Wie Volker Krause informiert, werden die Arbeiten in diesem Abschnitt so ausgerichtet, dass das Haus ab August aufgebaut werden kann. Die Verlegung der Wasser- und Abwasserleitung und der Bau des Steges sollen dann Ende Oktober fertiggestellt werden. Sowohl der zweite als auch der dritte Bauabschnitt werden durch die LMBV im Auftrag des Amtes Kleine Elster als Bauherr im Rahmen des Braunkohleverwaltungsabkommens realisiert.

Im dritten Bauabschnitt erfolgt bis Ende August 2017 die Asphaltierung der Straße auf einer Breite von 5,50 Metern. Parallel dazu werden die restlichen Oberflächengestaltungen mit abgeschlossen.

In Vorbereitung der Straßenbaumaßnahmen erfolgt in diesem Quartal auf etwa 300 Metern ein Teilrückbau der nicht mehr benötigten Flutungsleitung. Volker Krause betont: "Alle Baumaßnahmen entsprechen dem Bebauungsplan des Amtes Kleine Elster".

Der Bau des schwimmenden Hauses erfolgt nicht durch die LMBV, sondern in Hoheit des Fraunhofer-Institutes für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden und in der Vor-Ort-Regie durch den Massener Metallbauer und Experten für schwimmende Häuser Thomas Wilde.

Das Projekt des schwimmenden Hauses ist dieser Tage von Gottfried Richter, Amtsdirektor im Amt Kleine Elster, bei einem Treffen in der Kreisverwaltung Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) detailliert vorgestellt worden. "Beide waren sich einig, dass der Landkreis Elbe-Elster mit dem Selbstversorgerhaus am Bergheider See um eine Attraktion reicher wird", heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. Man geht davon aus, dass 15 000 bis 20 000 zusätzliche Gäste perspektivisch durch dieses Extra keine Utopie seien. Christian Heinrich-Jaschinski sicherte Gottfried Richter seine tatkräftige Unterstützung bei der Realisierung dieses anspruchsvollen und zukunftsweisenden Projektes zu. Gründonnerstag hatten Vertreter des Bauordnungsamtes und weiterer Fachämter des Landkreises, von Planungsbüros bis hin zur Verwaltung des Amtes Kleine Elster mit der präzisen Vorbereitung der Bauanträge für den Bootsanleger und das innovative schwimmende Haus als Prototyp für autarkes Wohnen begonnen. Eine an der Förderbrücke montierte Kamera soll den Baufortschritt dokumentieren.

Die Attraktion: Ende 2017 - zwischen Weihnachten und Neujahr - soll eine Familie für zehn Tage das innovative Haus testen. Nach einer weiteren Erprobungsphase soll es zur Attraktion für die Öffentlichkeit werden und ins Besucherprogramm der F 60 integriert werden.