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| 12:25 Uhr

Finsterwalde
Staunen über blumige Oase in der Altstadt

Christina Eisenberg und Matthias Schneller (r.) freuen sich mit dem Organisator der Aktion „Offene Gärten in Elbe-Elster“, David Falkenberg (l.), über ihren gelungenen Hofgarten in der Finsterwalder Altstadt.
Christina Eisenberg und Matthias Schneller (r.) freuen sich mit dem Organisator der Aktion „Offene Gärten in Elbe-Elster“, David Falkenberg (l.), über ihren gelungenen Hofgarten in der Finsterwalder Altstadt. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Die Tage der offenen Gärten lockten viele Besucher in kleine Oasen im Landkreis Elbe-Elster. Auch in die Calauer Straße von Finsterwalde. Von Jürgen Weser

Die Calauer Straße in Finsterwalde ist eine der ältesten Straßen der Stadt schmal, dicht bebaut und noch mit alten Häusern aus dem 19. Jahrhundert. Kaum zu glauben, dass sich hinter einem dieser niedrigen Häuser mit frisch sanierter Fassade ein kleines blühendes und grünes Wunderland verbirgt. Am Wochenende überzeugten sich bei der Aktion „Offene Gärten“ zahlreiche Besucher davon.

Christina Eisenberg und Matthias Schneller hatten ihr Domizil geöffnet und waren über das große Interesse erfreut. Kurzauftritte der Cottbuser Sängerin und Fotografin Kathrin Clara Jantke am Sonnabend und die Buchlesung der Finsterwalder Autorin Stephanie Auras aus ihrem Heimkehrerbuch „Heeme“ am Sonntag lockten zusätzlich Besucher.

Zu den staunenden Gästen über das „blumige Refugium“ auf kleinstem Raum gehörten Christina und Jörg Wolf aus Doberlug-Kirchhain. „Klein aber fein“ präsentierte sich die „grüne und farbenfrohe Oase“, wie auch David Falkenberg als Organisator der ersten „Offenen Gärten in Elbe-Elster“ an sechs Stationen von Zeckerin bis Herzberg seinen positiven Eindruck beim Besuch des versteckten Gartens in Finsterwalde zum Ausdruck brachte. Aus dem Raum Köln vor zwei Jahren nach Uebigau-Wahrenbrück gezogen, brachte er die Idee mit nach Elbe-Elster und ist mit dem ersten Versuch zufrieden. „Die Aktion ist ausbaufähig“, meint Falkenberg und nimmt am 11./12. August den zweiten Durchlauf in Angriff.

Dann wollen auch Christina Eisenberg und Matthias Schneller ihren Garten wieder öffnen und noch attraktiver präsentieren. Schließlich haben sie sich nach der Sanierung des Hauses erst in diesem Jahr intensiv mit der Gestaltung des Innenhofes beschäftigen können. „Ich stamme zwar vom Dorf, wollte aber als junges Mädchen erst mal nichts vom Garten wissen“, schmunzelt die promovierte Chemikerin. „Inzwischen mag ich ohne Garten nicht mehr leben. Ich brauche die Entspannung sowohl in unserem Nutzgarten im Norden der Stadt wie auch hier am Haus die grüne Oase.“ Vor allem Blumen und Kräuterpflanzen, Frühlingsblüher und Stauden und ein paar Exoten wie zwei Ginkgos und ein selbst gezogener Zitronenbaum sind für das Auge in Kombination Zusammenspiel mit Mauern, Gittern, Leitern und alten Balken gartenarchitektonisch bestens platziert.