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| 02:42 Uhr

Statt Betonplatten jetzt grüne Oase

Zeckeriner und ihre Partner freuen sich über den renaturierten Dorfteich und feiern ihn bei einem kleinen Fest.
Zeckeriner und ihre Partner freuen sich über den renaturierten Dorfteich und feiern ihn bei einem kleinen Fest. FOTO: Gabi Böttcher
Zeckerin. Grund zum Feiern in Zeckerin. Bevor am Mittwochnachmittag der große Regen einsetzte, versammelten sich die Zeckeriner am neu gestalteten, etwa 40 mal 50 Meter großen Dorfteich. Gabi Böttcher

Nicht mehr wiederzuerkennen das ehemals mit Betonplatten eingefasste Wasserreservoir. Jetzt entwickelt sich hier ein kleines grünes Paradies. Begrünte Ufer, Neuanpflanzungen am und im Wasser.

Thomas Jülke, Vorsitzender des Naturschutzbeirates des Landkreises Elbe-Elster, freut sich besonders über die jungen Leute des Ortes, die die Renaturierung ins Rollen gebracht hatten. "Sie sagten, dass ihnen der Dorfteich nicht mehr gefällt", erinnert sich Thomas Jülke. Lara Giersberg (16) hatte sich vor mehr als drei Jahren mit ihren Freunden und einem Akkordeon auf den Weg von Haus zu Haus gemacht und Geld für das Vorhaben gesammelt. Aber die Spenden reichten natürlich nicht.

Thomas Jülke knüpfte schließlich den Kontakt zur Flächenagentur Brandenburg. Die Untere Naturschutzbehörde und die Stadt Sonnewalde, auf deren Grund sich der Teich befindet, wurden mit ins Boot geholt.

Birgit Groth von der Flächenagentur Brandenburg, die im Landkreis zum Beispiel bei der Renaturierung der Maasdorfer Flussschleifen aktiv war: "Es ließ sich bestätigen, dass mit einer Renaturierung des Dorfteiches eine Aufwertung für verschiedene Schutzgüter verbunden ist, so dass eine Finanzierung als Kompensationsmaßnahme möglich wurde. Es ist eher selten, dass wir ein solches Projekt innerhalb eines Ortes umsetzen." Ende November vorigen Jahres bis kurz vor Weihnachten war mit der Sanierung begonnen worden, nach der Winterpause ging es weiter. Die Landschaftsplanung von Jörg Ludloff sowie die Firmen Meli Bau Herzberg und Landschaftsbau Galle realisierten das Projekt.

Der Teich wird von einer Quelle gespeist. Er kann also nicht austrocknen. Für die Entnahme von Löschwasser muss er nicht genutzt werden. Die Natur kann sich also frei entfalten. Eine kleine Informationstafel und ein Findling würdigen die Aktion und laden auch Fremde zu einem Stopp ein.

Die kleinen Angelwettbewerbe, die die Jugendlichen schon früher am Teich veranstalteten, haben nun einen viel schöneren optischen Rahmen.

Ortsvorsteher Viktor Kohlruß ist begeistert. Er würdigt die Fertigstellung des Renaturierungsvorhabens und dankt allen beteiligten Partnern. Und er erinnert sich an ein Entenhaus, das sich früher einmal auf dem Dorfteich befand. Eine Idee für die Zukunft? Die Jugendlichen haben auch schon Pläne. Im Winter möchten sie hier Eishockey spielen. Und sogar die Vorstellung von einer Reihe Liegestühle am Ufer ist nicht mehr abwegig.

Am Mittwochnachmittag musste die Feiergemeinde jedoch erst mal vor dem Regen flüchten - und unter dem nahegelegenen Dach eines Carports weiterfeiern.