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Start frei für 18 Millionen

Den Auftakt zur Leaderförderung gab es im Refektorium.
Den Auftakt zur Leaderförderung gab es im Refektorium. FOTO: Wude
Doberlug-Kirchhain. Mehr als 100 lokale Akteure haben sich im Refektorium in Doberlug-Kirchhain für 18 Millionen Euro Fördermittel der Europäischen Union interessiert. Die Lokale Aktionsgruppe Elbe-Elster hat jetzt ihre erste Auswahlrunde darüber gestartet, wer ein Stück vom Kuchen abbekommen soll Gabi Böttcher

Mit 18 Millionen Euro von der EU für den ländlichen Raum in Elbe-Elster und dem Amt Ortrand liege man zwar etwas unter der Zuwendung in der vorangegangenen Förderperiode von 2007 bis 2013. Aber mit noch hinzukommenden Landes- und Bundesmitteln könne man in den Jahren bis 2020 erneut in die Nähe der Gesamtinvestitionssumme von 26,3 Millionen Euro kommen, ist Regionalmanager Sven Guntermann zuversichtlich. Er freut sich über die gut besuchte Auftaktveranstaltung.

Interessenten können nun bis spätestens 20. Mai ihre Projektideen einreichen. Nachdem die LAG Elbe-Elster im Dezember vorigen Jahres mit der neuen Regionalen Entwicklungsstrategie als Leader-Region im Land Brandenburg bestätigt worden war, war eine Voraussetzung für den Fluss von Fördermitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER) für Vorhaben der ländlichen Entwicklung geschaffen worden. In der aktuellen Förderperiode wird allen Leader-Regionen Brandenburgs ein eigenes Förderbudget zugeteilt.

Mit der Gründung des Vereins Lokale Aktionsgruppe (LAG) Elbe-Elster war im Dezember in Sallgast eine weitere wichtige Weiche gestellt worden. Zu den bisherigen Trägervereinen der Aktionsgruppe - Wald- und Heideland sowie Wirtschaftsraum Schraden - und dem Landkreis Elbe-Elster hatten sich im neuen Verein die Kreisbauernverbände Elbe-Elster und Südbrandenburg, die Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Elbe-Elster und der Tourismusverband Elbe-Elster-Land hinzugesellt. Damit ist eine breitere Basis geschaffen worden, um in der Periode bis 2020 Fördermittel mit höchstmöglichem Nutzeffekt für die ländliche Region einzusetzen.

Alle für eine Förderung vorgesehenen Projekte müssen nun ein mit dem Land Brandenburg abgestimmtes Projektauswahlverfahren durchlaufen. Es sollen vorrangig Projekte mit regionalem Mehrwert gefördert werden, informiert die LAG.

Und so sieht die Zeitschiene aus: Die erste Frist für das Einreichen von Projektvorschlägen endet am 20. Mai. Am 1. Juli soll dann die Entscheidung über die ersten Projekte fallen, deren Umsetzung noch im Herbst dieses Jahres beginnen soll.

Projekte sind bei der Geschäftsstelle der LAG Elbe-Elster in Finsterwalde zu beantragen. Die Träger der ausgewählten Projekte werden danach aufgefordert, bis spätestens 15. August einen Förderantrag beim Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Luckau einzureichen.

LAG-Vereinsvorsitzender Thilo Richter hatte im Dezember auf die Dringlichkeit aufmerksam gemacht, mit der die genaue Fördersumme für die LAG und eine entsprechende Richtlinie erwartet würden. Immerhin gibt es mehr als 180 Projektideen. Jetzt kann es also endlich losgehen: Ran an den Speck, heißt es für alle Projektakteure.