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| 22:29 Uhr

Stark: Musikschule Finsterwalde
Kalle haben es die „Dicken“ angetan

 Dem dicken Ding entlockt Kalle Leesch ohne Probleme erste Töne.
Dem dicken Ding entlockt Kalle Leesch ohne Probleme erste Töne. FOTO: LR / Jürgen Weser
Finsterwalde. Offene Türen der Musikschule, Präsentation des Fördervereins und Sommerparty. Von Jürgen Weser

Die Sommerparty der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“, Regionalstelle Finsterwalde, ist ein Selbstläufer. So erlebten auch diesmal rund 400 Besucher auf dem Musikschulhof fünf Stunden Livemusik. Schon vorher lockten am Freitagnachmittag offener Unterricht, Präsentation der verschiedener Musikschulangebote und die Präsentation des Fördervereins zahlreiche Besucher in die Musikschulräume der Finsterwalder Einrichtung. Vor allem Eltern mit ihren Kindern suchten nach geeigneten Angeboten. Ganz einfach war das für Kalle Leesch aus Doberlug-Kirchhain. Den Sechsjährigen zog es magisch zu den großen Blasinstrumenten, denen er Töne entlockte. Luis Gütte (3) aus Finsterwalde wusste schon ganz genau, wie die Gitarre cool zu halten ist, während Mathilde mit ihren vier Jahren am liebsten alle Instrumente spielen möchte. Keine schlechte Idee für den Sprössling der Puppenspielerfamilie Volland aus Birkwalde.

Die Finsterwalder Musikschule bietet aber auch reiferen Semestern eine musikalische Spielwiese, demonstrierte „Vokal Pickup’s mit tollem Gesang unter Regie von Diana Tobien. „Es geht uns weiterhin darum, Mädchen und Jungen für besondere Instrumente zu begeistern“, erklärte Regionalstellenleiterin Elvira Mader mit Blick auf das Vorspiel Klavier in Kombination mit Oboe und Fagott durch die Musikschullehrerinnen Johanna Zmeck und Frau Schöne. Für den Schlagzeugbereich gibt es dagegen bereits eine Warteliste, weiß Percussion-Lehrer Lars Weber.

Der Förderverein der Musikschule Finsterwalde, der im nächsten Jahr sein 25jähriges Jubiläum begeht, bedankte sich mit musikalischen Impressionen wie vom Gitarrenensemble und dem Duo Theodor und Leonhard Winzer bei Förderern und Sponsoren. Nur mit deren Hilfe, so Vorstandsmitglied Susann Thor-Böhm war es erstmalig möglich, im vorigen Jahr ein Stipendium für einen einjährigen Unterricht samt Leihinstrument auszuloben. Vincent Müller aus Schönborn zeigte per Video, was er in dem ersten Jahr auf dem Klavier gelernt hat. „Ich freue mich riesig, dass ich das Stipendium bekommen habe“, ließ der musikbegeisterte Zehnjährige hören.

 Solch eine Gitarre ist cool, weiß Luis Gütte mit seinen drei Jahren.
Solch eine Gitarre ist cool, weiß Luis Gütte mit seinen drei Jahren. FOTO: LR / Jürgen Weser

Begeistert waren die Zuhörer der Sommerparty am Freitag von der Vielfalt und dem Können vieler Musikschüler. Neben dem Jugendblasorchester von Andreas Bergener, das mit der Nachwuchsbesetzung auftrat, hat Musikschullehrerin Philine Jobst in kurzer Zeit geschafft, ein „Sinfonisches Orchester“ mit fünfzig Mitwirkenden zu tollen Leistungen zu führen, wie die Ouvertüre zu Tschaikowskys „Romeo und Julia“ als ein musikalischer Höhepunkt des Tages vor vielen staunenden Zuhörern bewies.

Die „Little Drummer“, verschiedene Schüler- und Lehrerbands, die Weberknechte als Percussion-Ensemble, Gesangsformationen und etwa dreißig Rock-Pop-Gesangssolisten wie Laura Sophie Ferchof und Alena Kühn, die mit „Beyond the sea“ beim Bundesfinale „Jugend musiziert“ punkten möchte, sorgten unter Regie von Gesangslehrer Chris Poller auf der in die Musikschulparty integrierten Offenen Bühne“ im Musikschulhof für heiße Stimmung bis in den späten Abend.