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Stahlriese bald peppig im Handy

Das Besucherbergwerk F 60 am Bergheider See hat auch 2017 nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt. Eventmanager André Speri kündigt für 2018 "ein paar gute neue Sachen für das Kultur-Publikum" an. Die Brücke haben in diesem Jahr bisher gut 44 500 Menschen besucht.
Das Besucherbergwerk F 60 am Bergheider See hat auch 2017 nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt. Eventmanager André Speri kündigt für 2018 "ein paar gute neue Sachen für das Kultur-Publikum" an. Die Brücke haben in diesem Jahr bisher gut 44 500 Menschen besucht. FOTO: Gabi Böttcher
Lichterfeld. Das Besucherbergwerk F 60 bleibt ein touristischer Magnet. Jetzt wird der Internetauftritt für den "Kleinbildschirm" neu aufbereitet. Unter den Gästen sind immer mehr Tschechen. Gabi Böttcher

Bis Anfang dieser Woche haben seit Jahresbeginn 44 525 Gäste das Besucherbergwerk F 60 in Lichterfeld besucht. Damit liegt die Bilanz auf Vorjahresniveau. Bis Ende August 2016 wurden hier rund 49 000 Gäste gezählt. Hinzu kommen noch einmal etwa 32 000 Gäste von Veranstaltungen am Besucherbergwerk.

André Speri, Geschäftsführer der F 60 Concept GmbH: "Im Großen und Ganzen sind wir mit dem Jahresverlauf zufrieden. Mit dem Celtic Music Festival, dem US-Car Meeting und den Pyro Games haben wir drei Fixpunkte in unserem Veranstaltungskalender, die sich auch im Jahr 2018 darin wiederfinden werden." Neugierig macht André Speri auf "neue Formate für das Kultur-Publikum". Hier sei man noch am Verhandeln. Der Gast könne sich jedoch "auf ein paar gute Sachen" freuen. Der Veranstaltungskalender 2018 werde Ende September/Anfang Oktober vorliegen.

Ein großes Lob hat der Eventmanager für die Tourismuspartner in der Region - so die vielen sehr gut geführten Beherbergungsbetriebe. Sie empfehlen ihren Gästen einen Besuch der F 60. "Das ist für uns natürlich immer wieder Ansporn, ein hochwertiges Angebot bereitzuhalten", so Speri. Dabei arbeiten die Besucherbergwerk gGmbH unter der Geschäftsführung von Michael Nadebohr und die F 60 Concept GmbH so Hand in Hand, dass es für den Gast nicht erkennbar ist, dass die sechs Bergwerkführer und fünf freiberuflich Tätigen sowie die weiteren vier Akteure im Bereich des Veranstaltungsmanagements, der Gastronomie und des Marketings verschiedenen Firmen zugeordnet sind. "Wir alle gemeinsam sind in unserer Wirkung nach außen für den Gast das Besucherbergwerk F60", unterstreicht André Speri.

Was er von der Befürchtung hält, dass irgendwann jeder einmal am Besucherbergwerk zu Gast gewesen sein müsste?

Ja, im Umkreis von einer halben Autostunde seien die Besucherzahlen konstant beziehungsweise gingen sie leicht zurück. Jedoch sei ein Wachstum aus dem Bereich der Ballungsräume Berlin und Dresden sowie den Urlaubsgebieten Spreewald und vor allem aus dem Lausitzer Seenland zu verzeichnen. Aus Letzterem sei er "absolut deutlich spürbar". In den eigenen Werbeauftritten konzentriere man sich daher auf den Berliner Reisemarkt und die Dresdner Reisemesse. Sehr erfreulich ebenso: Die Gäste aus Tschechien nehmen kontinuierlich zu. Im Unterschied zu Besuchern aus Polen, die vorrangig in organisierten Reisegruppen kämen, gehören die Tschechen als Individualtouristen zum wachsenden Teil der Gästegruppen. Immer wieder gebe es freudige Überraschungsmomente, wenn die Audio-Guides in tschechischer Sprache genutzt werden. "Das spricht sich auch rum", freut sich André Speri.

Bei den permanenten Analysen der Besucherdaten auf der Grundlage von abgefragten Postleitzahlen wird deutlich: Fast 30 Prozent der Besucher kommen aus dem Großraum Berlin. Selbst im Hinblick auf Firmenfeiern hat sich die Kulisse des Besucherbergwerkes bis in die Hauptstadt herumgesprochen. Neben vielen Firmen aus der Region um Finsterwalde reicht die Palette der Firmenfeiern von Computerschmieden über Rechtsanwaltskanzleien bis zu großen Unternehmen mit bekannten Namen weit über Finsterwalde hinaus. Auch in dieser Hinsicht spricht sich das urige Ambiente offenbar herum.

Einen Schwerpunkt der Marketingarbeit sieht André Speri derzeit in der besseren Aufbereitung des Internet-Auftritts für die mobilen Endgeräte. Daran werde gemeinsam mit den Piktografen aus Finsterwalde gearbeitet. "80 Prozent der Entscheidungen werden über mobile Endgeräte getroffen. Wir wollen unsere Form- und Bildersprache für den Handy-Nutzer deutlich verbessern", kündigt der F 60-Marketingfachmann an.

Ach, und eine gute Nachricht hat André Speri noch für 2017. "Es wird wieder das Turmblasen geben." Nachdem es im vorigen Jahr ausgefallen war, habe es einige enttäuschte Reaktionen gegeben. Am 16. Dezember steigt es also wieder, das Turmblasen, das inzwischen auch zu einem kleinen Weihnachtstreffen und Jahresausklang für die Lichterfelder geworden ist.