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| 19:43 Uhr

Eppelborner in Finsterwalde
Städtepartner feiern und einige sind „dicke Freunde“

Geschenke wechseln die Seiten bei der Feier zum  30. Geburtstag  der Städtepartnerschaft Finsterwalde – Eppelborn. Im Bild die Bürgermeister beider Städte Birgit Müller-Closset und Jörg Gampe sowie die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Hans Nicolay und Karin Pursch.
Geschenke wechseln die Seiten bei der Feier zum  30. Geburtstag der Städtepartnerschaft Finsterwalde – Eppelborn. Im Bild die Bürgermeister beider Städte Birgit Müller-Closset und Jörg Gampe sowie die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Hans Nicolay und Karin Pursch. FOTO: LR / Gabi Böttcher
Finsterwalde. Finsterwalder und Eppelborner begehen gemeinsam 30. Geburtstag und danken Fritz-Herrmann Lutz, der alles anschob.

„De Eppelborner sin hergekumme, um hier zu feiere unser Fescht“, auch die Finsterwalder Sänger versuchten sich  am Freitagabend in festlicher Runde in der Gaststätte Alt Nauendorf in saarländischem Dialekt. Episoden einer 30 Jahre währenden Partnerschaft wurden von den Bürgermeistern Birgit Müller-Closset und Jörg Gampe sowie den Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Karin Pursch und Hans Nicolay erzählt. Dass eine genussverwöhnte Saarländerin bei ihrem ersten Besuch in Finsterwalde von der „tollen Gastronomie überrascht“ war, kam ebenso zur Sprache wie Jörg Gampes Erinnerung an die Einweihung des Finsterwalder Platzes bei seiner ersten beruflichen Reise in die Partnerstadt. Und wenn sich die beiden Vereinsvorsitzenden inzwischen „mein lieber dicker Freund beziehungsweise  meine liebe dicke Freundin Karin“ nennen, dann darf man daraus durchaus schlussfolgern: „Die sind dicke Tunke miteinander“.  So wie sich dicke Freundschaften in den zurückliegenden Jahren vielfach entwickelt haben. Die Frage von Karin Pursch, wie es Hans Nicolay denn gelungen sei, so viele junge Leute in den Vereinsvorstand zu holen, wollten beide am späteren Abend klären.

Immer wieder wurde beim Festakt auf das zähe Ringen des Altbürgermeisters Fritz-Herrmann Lutz verwiesen, der sich zu DDR-Zeiten nicht davon abbringen ließ, die Partnerschaftskontakte nach Finsterwalde herzustellen, dafür Oskar Lafontaine einzuschalten und  sich auch keine andere Stadt als Finsterwalde „zuweisen“ zu lassen. Birgit Müller-Closset erinnerte an die Solidarität der Finsterwalder nach einem Unwetter im Jahr 2016. „Und das über 700 Kilometer hinweg. Das war eine große Geste.“ Die Bewunderung für das Cello-Quartett der Musikschule „Gebrüder Graun“ teilten Gäste und Gastgeber und tauschten Geschenke miteinander. Das alles  unter Beobachtung des „ständigen Vertreters des Saarlandes im Landkreis“, des Vize-Landrates Peter Hans. „Unsere Partnerschaft ist jung, aber dennoch von historischem Wert. Sie verbindet uns in Deutschland und in Europa“, würdigte die Eppelborner Bürgermeisterin das Jubiläum.

(gb)