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| 02:38 Uhr

Stadtwerke Finsterwalde erwirtschaften Überschuss

Finsterwalde. Mit einem Jahresüberschuss von 2 446 073,94 Euro haben die Stadtwerke Finsterwalde ein erfolgreiches 2016 hingelegt. Die Stadtverordnetenversammlung gab in der vorigen Woche dem Bürgermeister als Gesellschaftervertreter in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Finsterwalde GmbH den Auftrag, den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2016 festzustellen. Gabriela Böttcher

Umsatzsteigerungen gab es in fast allen Sparten. Sie resultieren im Wesentlichen aus Mengensteigerungen, die aufgrund der Witterungslage zustande kamen. Den größten Anteil an der Mengensteigerung hat laut Analyse der Bereich Stromhandel und Erzeugung, der zusätzlich durch weitere Sondervertragskunden um ein Fünftel anstieg. Auch die Erweiterung des Glasfasernetzes hatte positiven Einfluss auf die Entwicklung des Geschäftsbereichs. In der Telekommunikationssparte stiegen die Umsätze im Jahresvergleich. Es konnte ein geringer Jahresüberschuss ausgewiesen werden. Die Umsätze im Bereich Bäder stiegen aufgrund der Wiedereröffnung des Saunabereiches.

Wie die Stadtverordneten erfuhren, lag das Investitionsvolumen im Jahr 2016 bei 4,373 Millionen Euro. Investiert wurde vor allem in die Anlagen und Netze der Strom-, Gas-, Wasser- und Breitbandversorgung. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus eigenen Mitteln und Zuschüssen.

Die Zahl der Beschäftigten belief sich im Durchschnitt auf 95 Mitarbeiter. Die Finanzlage des Unternehmens wird als stabil gewertet. Die Eigenkapitalquote liegt bei 59 Prozent.

Rainer Böhmchen (Bürger für Finsterwalde) empfahl, bei einem Jahresüberschuss von 2,4 Millionen Euro doch die Preise für die Verbraucher zu überprüfen.

In der sich anschließenden Beschlussfassung der Stadtverordneten zur Verwendung des Überschusses von 2 446 073,94 Euro sollen 1 746 073,94 Euro in die Gewinnrücklage eingestellt und 700 000 Euro an die Gesellschafterin, die Stadt, ausgeschüttet werden. Die Ausschüttung erfolgt am 13. Juli kommenden Jahres. Peer Mierzwa (SPD) konnte der Ergebnisverwendung nicht zustimmen, weil aus seiner Sicht der Überschuss aufgrund des Lohnverzichts der Mitarbeiter zustande gekommen sei. Bei drei Stimmen-Enthaltungen und Mierzwas Nein-Stimme ging der Beschluss zur Ergebnisverwendung mit 20 Stimmen durch. Peer Mierzwa: "Wir liegen derzeit mit acht Prozent unter dem Flächentarifvertrag. Wenn im kommenden Jahr erneut Tarifverhandlungen ins Haus stehen, droht sich der Abstand weiter zu erhöhen." Bei aller Freude über das positive Ergebnis der Stadtwerke im Jahr 2016 habe er den Beschluss zur Ergebnisverwendung nicht unkommentiert hinnehmen können. Seit dem Jahr 2014 kommt bei den Stadtwerken ein Haustarifvertrag zur Anwendung.

Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) dankte ausdrücklich beiden Geschäftsführern der Stadtwerke für das "hervorragende Ergebnis". Es zeige die Richtigkeit eingeschlagener Investitionswege. Es werde sorgsam mit Preisentwicklungen umgegangen und es seien sogar Preissenkungen beschlossen worden, so Gampe.