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| 12:05 Uhr

Positive Bilanz
Stadtwerke Finsterwalde erwirtschaften Überschuss

Finsterwalde . Ungeteilt war die Freude der Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung über das Jahresergebnis 2017 der Stadtwerke Finsterwalde. Es konnte ein Jahresüberschuss von 3 029 017,11 Euro erwirtschaftet werden. Von Gabi Böttcher

Hinsichtlich der Verwendung der Mittel wurde Kritik aus den Reihen der SPD-Fraktion und vom fraktionslosen Abgeordneten Ronny Zierenberg laut. Hatte im Jahr zuvor Peer Mierzwa (SPD) angemahnt, auch an eine Erhöhung der Löhne der Mitarbeiter zu denken, so äußerte diesmal Hannelore Elmer (beide SPD) den Wunsch, dass mehr Geld im Unternehmen verbleiben sollte. Ronny Zierenberg brachte die Überlegung ins Gespräch, Kunden der Stadtwerke zu entlasten. Die große Mehrheit der Stadtverordneten folgte der Empfehlung des Aufsichtsrates der Stadtwerke, 1 665 000 Euro in drei Raten an die Gesellschafterin – die Stadt Finsterwalde – auszuschütten. 200 000 Euro sollen der weiteren Versorgung mit Breitband in weniger besiedelten Randbereichen zugute kommen und 1 164 017,11 Euro sind in die Gewinnrücklage einzustellen.

Die positive Bilanz fand ausdrückliche Anerkennung durch Bürgermeister Jörg Gampe (CDU). Er sprach Geschäftsführung und Mitarbeitern seinen Dank aus und unterstrich, dass jeder Euro im städtischen Haushalt durch Fördermittel nahezu verdreifacht werde. So käme das Geld zum Beispiel an den städtischen Grundschulen und in der Kita „Sängerstadt“ zum Einsatz. Rainer Genilke (CDU) hatte zuvor an die Adresse von Ronny Zierenberg entgegnet, dass der Überschuss der Stadtwerke aus seiner Sicht den Finsterwaldern und nicht nur den Kunden der Stadtwerke zugute kommen sollte. An einer verantwortungsvollen Verwendung der Gelder – zum Beispiel für die Vereinsförderung – hat Rainer Genilke keinen Zweifel. Bei einer Nein-Stimme, drei Enthaltungen und 19 Ja-Stimmen wurde der vom Aufsichtsrat empfohlenen Ergebnisverwendung zugestimmt. Solveig Trentau vom Bereich Beteiligungsmanagement/Recht der Stadtverwaltung hatte den Stadtverordneten diese Entscheidung zuvor ans Herz gelegt und auf die stabile Finanzlage des Unternehmens verwiesen. Die Liquidität hat sich um etwa 1,559 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erhöht.