(dr) Die geplante Erhöhung der Eintrittspreise im Finsterwalder Tierpark wird es vorerst nicht geben. Im Sozialausschuss der Stadt war eine Erhöhung des Eintritts von zwei auf vier Euro noch verabschiedet worden. Die Stadtverwaltung hat den entsprechenden Teil der Änderung der Entgeltordnung vor der Sitzung des Stadtparlaments am Mittwochabend zurückgezogen.

Das erfuhr die RUNDSCHAU und bestätigt Stadt-Sprecherin Paula Hromada. Ihr zufolge soll die Beschlussvorlage nun in die Ausschüsse verwiesen und dort etwa über Familientarife oder eine schrittweisePreiserhöhung diskutiert werden.

Begründet worden war die Erhöhung neben dem Finanzbedarf des Tierparks auch damit, dass vergleichbare Zoos höhere Eintrittspreise verlangten.

Dafür gab es in der Stadtverordnetenversammlung aber offenbar keine Mehrheit. Insbesondere die Wählergruppe „Unabhängige Bürger Finsterwalde“ hatte sich dagegen positioniert. Sie hatten auch einen Zusammenhang zwischen den Aufwendungen der Stadt für freiwillige Leistungen und den Ausgaben für die geplante Stadthalle hergestellt. Einen solchen Zusammenhang gebe es aber nicht, sagt dagegen Gerhard Strauß von der gemeinsamen Fraktion der Linken und von Bündnis 90/Die Grünen. Eine solche Argumentation sei populistisch, so Strauß.

Korrektur (3.9.2019): In einer früheren Version dieses Artikels wurde die Ablehnung der Preiserhöhung im Kontext der Entscheidung für die Stadthalle der Fraktion „Bürger für Finsterwalde“ zugeschrieben. Das war falsch. Gemeint waren die „Unabhängigen Bürger Finsterwalde“.